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Docker-Netzwerke richtig nutzen: Von maßgeschneiderten Brücken bis hin zu schwarmfähigen Architekturen

Ein kompletter praktischer Leitfaden für Docker-Netzwerke, einschließlich Netzwerktreibern, IP-Verwaltung, Swarm-Overlay-Einrichtung und Leistungsoptimierung für skalierbare, sichere containerisierte Systeme.
Aktualisierte 16. Juli 2025  · 12 Min. Lesezeit

Vernetzung ist ein zentrales Konzept von containerisierten Anwendungen. Es ermöglicht eine reibungslose Kommunikation zwischen allen Containern, Host-Systemen und externen Diensten. Die integrierten Netzwerkfunktionen von Docker sind super wichtig, um Dienste effektiv zu isolieren, den Datenfluss zu sichern und skalierbare Microservices-Architekturen zu organisieren.

Eines der besten Tools dafür ist der Befehl „Docker network create“, mit dem DevOps-Ingenieure und Entwickler eigene Netzwerke für ihre Anwendungen einrichten können.

Deshalb zeige ich dir heute Schritt für Schritt, wie du diese Docker-Netzwerke effektiv erstellen und verwalten kannst. 

Wenn du noch nicht mit Docker vertraut bist, schau dir unbedingt unseren Lernpfad zum Thema Containerisierung und Virtualisierung mit Docker und Kubernetes an, um praktische Erfahrungen zu sammeln.

Was ist Docker-Netzwerk?

Moderne Apps zu entwickeln, bedeutet meistens, dass man mehrere Dienste in einzelnen, voneinander getrennten Containern nutzt. Docker-Netzwerke bieten eine flexible und leistungsstarke Möglichkeit, diese Container über jedes beliebige Netzwerkmodell miteinander und mit externen Systemen zu verbinden, unabhängig von der zugrunde liegenden Infrastruktur.

In diesem Abschnitt bekommst du ein paar Basics zu Docker-Netzwerken, die echt wichtig für Docker sind, und erfährst, wie du herausfindest, welche Netzwerkkonfiguration für deine Anwendung am besten passt. Bevor du loslegst, solltest du, wenn du noch nie mit Docker gearbeitet hast, unbedingt einen Blick auf die Einführung in Docker an, um dir eine solide Grundlage zu verschaffen, bevor du dich näher mit dem Docker-Netzwerk befasst.

Netzwerktreiber: Das ist die Basis für Docker-Netzwerke.

Docker nutzt Netzwerk-Treiber, um festzulegen, wie Container verbunden sind und miteinander reden. Jeder Treiber legt fest, wie er mit dem Netzwerk der Container umgeht. Deshalb gibt es unterschiedliche Leistungsniveaus, Isolationsgrade und Komplexitäten für jeden der wichtigsten Netzwerk-Treiber von Docker.

Überblick über die wichtigsten Docker-Netzwerktreiber

Hier sind die wichtigsten integrierten Treiber, die Docker unterstützt:

  1. Bridge-: Der Standardtreiber für eigenständige Container. Es macht ein isoliertes internes Netzwerk auf dem Host, damit Container über IPs oder Containernamen miteinander reden können. Perfekt für die Entwicklung und das Testen auf einem einzigen Rechner.
  2. Moderator: Hebt die Isolation auf, indem der Netzwerkstack des Hosts geteilt wird. Der Container nutzt direkt die IP und die Ports des Hosts. Nützlich für leistungsstarke Anwendungen oder wenn du mit Diensten auf Host-Ebene kompatibel sein musst.
  3. Keine: Deaktiviert die gesamte Netzwerkverbindung für den Container. Es ist nur eine Loopback-Schnittstelle verfügbar. Am besten für Container, die keine externe Verbindung brauchen oder streng abgesichert sein müssen.
  4. Overlay-: Macht die Kommunikation zwischen Containern auf verschiedenen Docker-Hosts möglich. Wird oft in Docker Swarm und Multi-Host-Bereitstellungen verwendet. Es wird ein verteiltes Netzwerk erstellt, das die zugrunde liegende physische Infrastruktur abstrahiert.
  5. Macvlan: Weist jedem Container eine eigene MAC-Adresse zu, sodass er im Netzwerk wie ein echtes Gerät aussieht. Perfekt für ältere Anwendungen, die direkt auf das physische Netzwerk zugreifen müssen.
  6. IPvlan: Ähnlich wie macvlan, leitet den Datenverkehr aber auf der IP-Ebene weiter, anstatt MAC-Adressen zu verwenden. Bietet bessere Leistung und Kontrolle in Umgebungen mit hoher Dichte.

Jeder Treiber beeinflusst, wie Container miteinander, mit dem Host und mit externen Netzwerken interagieren. 

Willst du wissen, wie diese Netzwerktypen zusammenarbeiten? Unsere Docker-Kurs für Fortgeschrittene deckt Docker-Netzwerke, Volumes und Compose in praktischen Details ab. Diese Unterschiede zu verstehen ist super wichtig, um sichere und leistungsstarke Architekturen zu entwickeln.

Welchen Netzwerktyp soll ich nehmen?

Welchen Netzwerk-Treiber du nimmst, hängt von der Architektur deiner Anwendung und deinen Zielen ab:

  1. Bridge-: Empfohlen für die meisten lokalen Entwicklungsszenarien und einfache Multi-Container-Anwendungen auf einem einzigen Host. Bietet eine gute Balance zwischen Isolierung und Benutzerfreundlichkeit.
  2. Moderator: Am besten, wenn Container direkt mit dem Netzwerk des Hosts verbunden sein müssen, z. B. wenn Dienste auf Standardports (wie Port 80 oder 443) verfügbar gemacht werden sollen. Pass auf mit Sicherheits- und Port-Problemen.
  3. Keine: Perfekt für Sandbox-Workloads oder Aufgaben, bei denen Sicherheit wichtig ist und die keinen Netzwerkzugang haben sollten. Häufig in automatisierten Arbeitsabläufen oder beim Testen.
  4. Overlay-: Unverzichtbar in Cluster-Umgebungen wie Docker Swarm oder Kubernetes, wo Container über mehrere Hosts verteilt sind. Macht horizontale Skalierung und Dienstermittlung möglich.
  5. Macvlan: Das ist die beste Wahl, wenn Container sich wie echte Geräte im LAN verhalten sollen. Wird zum Beispiel beim Netzwerk-Sniffing, bei der Integration von alten Systemen oder zum Umgehen des Netzwerk-Stacks von Docker benutzt.
  6. IPvlan: Bietet detaillierte Kontrolle und bessere Leistung als macvlan für Umgebungen mit strengen Netzwerk-Anforderungen, wie Telekommunikations- oder Finanzsysteme.

Bei der Auswahl eines Netzwerktreibers solltest du Faktoren wie die Host-Topologie, Sicherheitsanforderungen und die Skalierungsstrategie berücksichtigen. 

Du bist noch nicht sicher, welches Netzwerk am besten zu deinem Arbeitspensum passt? Hier erfährst du, wie Docker und Kubernetes in echten Bereitstellungen abschneiden. Kubernetes vs. Docker.

Benutzerdefinierte Docker-Netzwerke erstellen

Mit benutzerdefinierten Docker-Netzwerken kannst du steuern, wie Container intern miteinander und mit externen Systemen kommunizieren. So kannst du Dienste besser isolieren, ihnen vorhersehbare IP-Adressen zuweisen oder deine Architektur auf Leistung oder Sicherheit ausrichten. 

In diesem Abschnitt lernst du die Grundlagen und fortgeschrittenen Funktionen zum Erstellen von benutzerdefinierten Docker-Netzwerken kennen, einschließlich der Befehle und benutzerdefinierten IP-Konfigurationen.

Grundlegende Befehlsstruktur

Um ein eigenes Netzwerk zu erstellen, benutze den Befehl„docker network create “. Damit kannst du den Netzwerktreiber, das Subnetz und andere Optionen festlegen, um die Kommunikation zwischen Containern besser zu steuern.

Hier ist ein einfaches Beispiel mit dem Standard-Bridge: bridge :

$ docker network create demo-network -d bridge

Dieser Befehl erstellt ein Bridge-Netzwerk namens demo-network. Docker gibt eine eindeutige Netzwerk-ID als Bestätigung zurück. Im Moment ist das Netzwerk da, aber es verbindet noch keine Container.

Du kannst vorhandene Netzwerke anzeigen mit:

$ docker network ls

Um einen Container mit deinem neuen Netzwerk zu verbinden, nimm den Schalter --network:

$ docker run -it --rm --name container1 --network demo-network busybox:latest

So fügst du einen Container, den du schon hast, zu einem Netzwerk hinzu:

$ docker network connect demo-network container2

Und so löschst du es:

$ docker network disconnect demo-network container2

Wenn du das Netzwerk nicht mehr brauchst, kannst du es einfach löschen:

$ docker network rm demo-network

So löschst du alle nicht mehr brauchten Netzwerke:

$ docker network prune

Erweiterte IP-Adressverwaltung

Wenn du mit größeren Systemen oder bestimmten Netzwerkrichtlinien arbeitest, kannst du mit Docker IP-Adressbereiche in benutzerdefinierten Netzwerken manuell verwalten.

Du kannst ein Subnetz und ein Gateway mit den Flags --subnet “ und --gateway festlegen:

$ docker network create \
  --driver bridge \
  --subnet 192.168.100.0/24 \
  --gateway 192.168.100.1 \
  custom-network

Für noch mehr Kontrolle, nimm:

  • --ip-range: Weise den Containern einen Pool von IP-Adressen zu, aus dem sie dynamisch Adressen beziehen können, getrennt vom gesamten Subnetzbereich.
  • --aux-address: Reserviere bestimmte IP-Adressen innerhalb des Subnetzes für externe Systeme oder für die Dokumentation.

Zum Beispiel: 

$ docker network create \
  --driver bridge \
  --subnet 192.168.200.0/24 \
  --ip-range 192.168.200.128/25 \
  --aux-address reserved=192.168.200.254 \
  advanced-network

Diese Konfiguration:

  • Beschränkt dynamische Container-IPs auf die obere Hälfte des Subnetzes.
  • Verhindert, dass du mit einer reservierten IP-Adresse kollidierst.
  • Sorgt für ein gleichbleibendes Netzwerkverhalten in komplizierten Umgebungen.

Wenn du mehr Beispiele brauchst, kannst du dir die erweiterten Einrichtungsstrategien unter „ “ ansehen. 10 Ideen für Docker-Projekte: Vom Anfänger bis zum Profi.

Schwarm-Modus-Vernetzung

Der Docker Swarm-Modus macht es möglich, Dienste über einen Cluster von Docker-Hosts hinweg koordiniert bereitzustellen. Ein wichtiger Teil dieser Koordination ist die Vernetzung, damit Dienste, die auf verschiedenen Knoten laufen, nahtlos und sicher miteinander reden können.

Schwarmbewusste Netzwerkarchitekturen

Docker Swarm ist die native Clustering-Lösung von Docker, die einen Pool von Docker-Hosts in eine einzige virtuelle Engine verwandelt. Damit kannst du Container als verteilte Dienste bereitstellen und verwalten. Eine der größten Stärken ist das Multi-Host-Netzwerk, mit dem Dienste auf verschiedenen Rechnern so miteinander reden können, als wären sie auf demselben Rechner.

Das Schwarm-Netzwerk unterstützt zwei Hauptarten von Datenverkehr:

  • Kontrollflächenverkehr – verschlüsselte Verwaltungskommunikation zwischen Docker-Knoten.
  • Datenverkehr – Container-zu-Container-Kommunikation und Zugriff auf externe Dienste.

Swarm nutzt Overlay-Netzwerke, um die Kommunikation zwischen den Knoten und das Routing-Netzwerk zu unterstützen, damit der externe Datenverkehr über die verschiedenen Service-Replikate verteilt wird.

Schwarmnetzwerke aufbauen

Um die Erkennung von Diensten und die sichere Kommunikation zwischen mehreren Hosts zu unterstützen, nutzt Docker Swarm Overlay-Netzwerke mit dem Bereich „ swarm “. Diese können manuell oder automatisch beim Start der Dienste erstellt werden.

So erstellst du ein Overlay-Netzwerk mit Schwarm-Gültigkeitsbereich:

$ docker network create \
  --driver overlay \
  --scope swarm \
  my-overlay

Dieses Netzwerk ist nicht auf einen einzigen Host beschränkt; jeder Knoten, der am Schwarm teilnimmt, kann Container damit verbinden. Du kannst es mit folgendem Befehl überprüfen:

$ docker network inspect my-overlay

Anpassen von Overlay-Netzwerken

Overlay-Netzwerke bieten erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten, wie zum Beispiel:

$ docker network create \
  --driver overlay \
  --subnet 10.0.9.0/24 \
  --gateway 10.0.9.99 \
  --opt encrypted \
  my-secure-overlay
  • --subnet und --gateway “ legen die Netzwerktopologie fest.
  • --opt encrypted Aktiviert die IPSEC-Verschlüsselung für den Container-Datenverkehr.
  • --scope swarm wird automatisch mit dem Overlay-Treiber im Schwarmmodus angewendet.

Die Flags --scope und --attachable verstehen

  • --scope swarm: Zeigt an, dass das Netzwerk auf allen Knoten im Schwarm verfügbar ist. Nur Schwarmdienste (nicht eigenständige Container) können dieses Netzwerk nutzen, es sei denn, --attachable “ ist angegeben.
  • --attachable: Ermöglicht eigenständigen Containern, sich einem Netzwerk im Swarm-Bereich anzuschließen. Nützlich zum Debuggen oder für den temporären Zugriff auf Container.

Zum Beispiel: 

$ docker network create \
  --driver overlay \
  --attachable \
  my-dev-overlay

Damit kannst du neben Diensten auch normale Container an ein Schwarmnetzwerk hängen.

Netzwerk einrichten und checken

Du musst sicherstellen, dass deine Docker-Netzwerke richtig eingerichtet sind, damit die Container gut miteinander reden können, die nötige Sicherheit da ist und die Dienste gut laufen. Docker hat ein paar Tools und Befehle, mit denen du deine Netzwerkkonfigurationen checken, Fehler beheben und überprüfen kannst.

Überprüfung der Netzwerkkonfiguration

Um die Konfigurationsdetails eines beliebigen Docker-Netzwerks zu überprüfen, benutze den Befehl „docker network inspect“.  Du bekommst eine detaillierte JSON-Ausgabe mit folgenden Infos:

  • Netzwerktreiber (bridge, overlay usw.)
  • Konfiguration von Subnetz und Gateway
  • Umfang (local, swarm)
  • Vernetzte Container und ihre IP-Adressen
  • Zugang von innen oder außen
  • Treiberspezifische Optionen (z. B. VXLAN-IDs für Overlay-Netzwerke)

Du könntest zum Beispiel so vorgehen:

$ docker network inspect my-network

Achte auf wichtige Felder wie:

  • "Driver": Stellt sicher, dass der gewünschte Netzwerktyp erstellt wurde.
  • „IPAM“: Bestätigt die Einstellungen für die IP-Adressverwaltung, einschließlich benutzerdefinierter Subnetze oder Gateways.
  • „Container“: Zeigt an, welche Container verbunden sind und welche IPs sie haben.
  • "Options": Zeigt erweiterte Einstellungen wie Verschlüsselung (verschlüsselt: true) oder MTU-Größe an.

Validierungstechniken

So checkst du, ob dein Netzwerk richtig läuft:

  1. Zuerst musst du die IPAM-Konfiguration checken. Schau dir den Abschnitt „IPAM” in der Docker-Netzwerkausgabe an. Stell sicher, dass das Subnetz und das Gateway mit deiner gewünschten Konfiguration übereinstimmen. Falsch konfigurierte Subnetze können zu Verbindungsproblemen oder IP-Konflikten führen.
  2. Dann musst du nach VXLAN-Kennungen suchen (nur Overlay). Overlay-Netzwerke verwenden VXLAN, um den Container-Datenverkehr über mehrere Hosts hinweg zu kapseln. Schau mal im Abschnitt „Optionen” nach Schlüsseln wie:
"com.docker.network.driver.overlay.vxlanid_list": "4097"

Das zeigt, dass der VXLAN-Tunnel läuft und richtig eingerichtet ist. Wenn sie fehlen oder falsch sind, sind Dienste möglicherweise nicht über alle Knoten erreichbar.

  1. Teste zum Schluss die Verbindung zwischen den Containern. Versuch von einem Container aus, einen anderen über den Containernamen oder die IP-Adresse anzupingen oder darauf zuzugreifen. Das zeigt, dass die DNS-Auflösung und das interne Routing funktionieren:
$ docker exec -it container1 ping container2

DNS-Verhalten checken

Container, die mit benutzerdefinierten Netzwerken verbunden sind, nutzen den eingebauten DNS-Server von Docker. Um das zu checken, schau mal in die Datei /etc/resolv.conf im Container rein und probier die Auflösung der Servicenamen aus.

Gateway-Routing überprüfen

Bei Containern in mehreren Netzwerken wählt Docker den Standard-Gateway anhand der höchsten gw-Priorität aus. Um das richtige Routing zu machen, gib bei der Erstellung der Container klare Prioritäten an:

$ docker run --network name=public,gw-priority=1 --network private mycontainer

Protokolle und Diagnosetools verwenden

Überwach die Containerprotokolle auf Verbindungsfehler und nutze Tools wie curl, dig und ip a in Containern für Low-Level-Debugging.

Also, um es zusammenzufassen: Wenn du deine Docker-Netzwerkkonfigurationen überprüfst, stellst du sicher, dass die Container reibungslos miteinander reden und es weniger unerwartete Probleme bei Anwendungen mit mehreren Diensten gibt. 

Und das bringt uns zum nächsten Abschnitt.

Sicherheit und Leistungsoptimierung

Echtes Container-Networking ist mehr als nur die Möglichkeit, zu kommunizieren. In vielen Fällen sorgt es für die nötige Isolierung und stellt gleichzeitig sicher, dass die Leistung maximal ist. Wenn du deine Architektur sicher machen und einen Service anbieten willst, können Segmentierung und Durchsatz dir dabei helfen.

Netzwerksegmentierungsstrategien

Netzwerksegmentierung ist echt wichtig und ein grundlegender Sicherheitscheck für Container-Apps. Indem du die Container verschiedenen Docker-Netzwerken zuordnest, kannst du übergreifende Aufgaben wie die Segmentierung für Dienste mit einem Frontend, einem Backend und einer Datenbank trennen. So kannst du Risiken und mögliche Angriffe frühzeitig abwehren.

Du kannst benutzerdefinierte Netzwerke nutzen, um die Kommunikationsgrenzen zu verwalten. Container in verschiedenen Netzwerken können nicht miteinander reden, es sei denn, du verbindest sie explizit. Wenn du zum Beispiel deinen Datenbankcontainer in einem nur intern zugänglichen Netzwerk ablegst, können deine öffentlich zugänglichen Dienste nicht direkt drauf zugreifen.

Integrierte Firewall-Regeln und -Kontrollen

Standardmäßig setzt Docker iptables-Regeln ein, um die Kommunikationsendpunkte zwischen Containern und der Außenwelt einzuschränken. 

Einige Möglichkeiten, diese Segmentierung zu erweitern, sind:

  • Deaktivieren der Kommunikation zwischen Containern im Standard-Bridge-Netzwerk:
{
  "icc": false
}
  • Füge das hier zum Docker-Daemon - daemon.json hinzu, damit Container nur mit demselben benutzerdefinierten Netzwerk kommunizieren können.
  • Einschränken von Funktionen und Rechten mit Flags wie --cap-drop “, --read-only “ und --no-new-privileges “.
  • Verwendung von Overlay-Netzwerken im Swarm-Modus für verschlüsselte, bereichsbezogene Dienstkommunikation über mehrere Hosts hinweg.

Techniken zur Leistungsoptimierung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du die Leistung durch Optimierung mit Docker verbessern kannst. 

Verbesserung des Netzwerkdurchsatzes

Die Wahl des richtigen Netzwerktreibers hat einen direkten Einfluss auf die Leistung. Zum Beispiel:

  • Verwende den Host-Treiber, wenn Kommunikation mit geringer Latenz und hohem Durchsatz wichtig ist und Netzwerkisolation nicht so wichtig ist.
  • Für lokale, isolierte Umgebungen ist Bridge besser.
  • Verwende macvlan, wenn Container sich wie physische Geräte in deinem Netzwerk verhalten sollen.

Vermeide es, die Standard-Bridge zu überladen. Netzwerk Netzwerk zu überlasten und separate Netzwerke für Dienste mit hoher Auslastung oder logische Gruppierungen zu erstellen.

Leistungsprofilierung mit iperf3 und Metriken

Um die Netzwerkleistung zu checken, kannst du Profiling-Tools wie iperf3:

# Start server in container1
docker run -it --rm --name server --network my-net networkstatic/iperf3 -s

# Run client in container2
docker run -it --rm --network my-net networkstatic/iperf3 -c server

Du kannst die Netzwerkstatistiken auch über Folgendes überwachen:

  • docker stats – Echtzeit-CPU, Speicher und Netzwerk-E/A.
  • Prometheus + cAdvisor – Für Zeitreihenmetriken und langfristige Überwachung.
  • Benutzerdefinierte Skripte oder Agenten, die /proc/net/dev “-Metriken aus Containern exportieren.

Regelmäßige Profilerstellung hilft dabei, Engpässe frühzeitig zu erkennen und Entscheidungen über die Containerplatzierung, die Auswahl von Treibern oder Upgrades des Hostnetzwerks zu treffen.

Fehlerbehebung bei Netzwerkproblemen

Selbst mit den besten Vorgehensweisen kann es zu Netzwerkproblemen kommen. Die schnelle Diagnose und Behebung dieser Probleme ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Serviceverfügbarkeit. Hier findest du Tools und Techniken, um häufige Probleme mit dem Docker-Netzwerk zu erkennen und zu beheben.

Netzwerkprobleme finden

Ein minimaler Container hat vielleicht keine Tools wie ping, dig oder netstat, was die Fehlerbehebung schwierig machen kann. Anstatt den Container zu ändern, starte einfach einen neuen, der denselben Netzwerk-Namespace nutzt:

docker run -it --network container:my-container alpine

Dann installiere die Netzwerk-Tools:

apk add --no-cache iproute2 bind-tools net-tools

Alternativ kannst du nicolaka/netshoot verwenden, ein speziell entwickeltes Image mit Diagnosetools:

docker run -it --rm --network container:my-container nicolaka/netshoot

Tools wie „ip“, „nslookup“, „netstat“ und „traceroute“ helfen dir dabei, Probleme mit dem Routing oder DNS zu finden.

Verbindungsprobleme lösen

Ein paar häufige Probleme und wie man sie löst:

  • DNS-Auflösungsfehler: Stell sicher, dass der Container in einem benutzerdefinierten Netzwerk ist, damit du Docker's eingebautes DNS nutzen kannst. Schau mal in /etc/resolv.conf nach und probier mit dig oder nslookup, ob die Namensauflösung klappt.
  • MTU-Fehlanpassungen: Container in verschiedenen Netzwerken oder auf verschiedenen Hosts können aufgrund von nicht übereinstimmenden MTUs Paketverluste erleiden. Verringere die MTU in Overlay-Netzwerken, wenn Tunneling verwendet wird:
docker network create --driver overlay --opt com.docker.network.driver.mtu=1200 my-overlay

Konflikt zwischen Subnetzen

Vermeide es, Subnetze in Docker-Netzwerken oder mit den physischen Netzwerken deines Hosts zu überlappen. Verwende „ --subnet “, um Bereiche zu definieren, die sich nicht überschneiden.

Durch die Host-Firewall blockierte Ports

Stell sicher, dass die benötigten Docker-Ports offen sind:

  • 2377 (Schwarmmanagement)
  • 7946 TCP/UDP (Container-Erkennung)
  • 4789 UDP (Overlay-Daten)

Effektive Fehlerbehebung braucht Diagnose und ein gutes Verständnis davon, wie Container mit ihren Netzwerken zusammenarbeiten. Mit den richtigen Tools und der richtigen Herangehensweise lassen sich die meisten Probleme innerhalb weniger Minuten finden und lösen.

Schlussfolgerungen

Docker Networking ist ein wichtiger Teil von Container-Architekturen und sorgt für eine sichere, effiziente und skalierbare Kommunikation zwischen Diensten, egal ob sie auf einem einzigen Host oder in einem verteilten Cluster laufen. 

Mit eingebauter Unterstützung für verschiedene Netzwerktreiber, anpassbarer IP-Verwaltung und Swarm-nativen Overlay-Netzwerken hilft Docker Entwicklern und DevOps-Teams, Workloads zu isolieren, den Datenfluss zu kontrollieren und die Leistung in komplexen Umgebungen zu optimieren.

Es ist keine Lösung, die für alle passt, aber wenn man sie richtig einsetzt, bietet sie echt starke Funktionen für den Aufbau moderner Microservices, Automatisierungspipelines und sicherer verteilter Systeme.

Willst du deine Docker- und Containerisierungskenntnisse weiter verbessern? 

Hier sind ein paar echt gute Tipps, um weiterzumachen:

Häufig gestellte Fragen zu Docker Create Network

Wofür wird der Befehl „Docker network create“ verwendet?

Damit kannst du eigene Docker-Netzwerke einrichten und konfigurieren, damit Container sicher und effizient miteinander reden können.

Was sind die wichtigsten Arten von Docker-Netzwerktreibern?

Die wichtigsten Treiber sind „bridge“, „host“, „none“, „overlay“, „macvlan“ und „ipvlan“, die alle unterschiedliche Isolations- und Konnektivitätsstufen bieten.

Wann sollte ich ein Overlay-Netzwerk in Docker verwenden?

Overlay-Netzwerke sind super für die Kommunikation zwischen mehreren Hosts, vor allem in Docker Swarm- oder Kubernetes-Umgebungen.

Wie kann ich überprüfen, ob ein Docker-Netzwerk richtig eingerichtet ist?

Probier mal Docker Network Inspect aus, check die IPAM- und VXLAN-Einstellungen und schau mit Ping oder DNS-Tools, ob die Container-Verbindung klappt.

Welche Tools helfen bei der Diagnose von Docker-Netzwerkproblemen?

Tools wie nicolaka/netshoot, dig, nslookup, iperf3 und Container-Protokolle sind super, um häufige Probleme wie DNS-Fehler oder MTU-Inkompatibilitäten zu beheben.


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Josep Ferrer
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Josep ist Data Scientist und Projektmanager beim katalanischen Fremdenverkehrsamt und nutzt Daten, um die Erfahrungen von Touristen in Katalonien zu verbessern. Sein Fachwissen umfasst das Management von Datenspeicherung und -verarbeitung, gekoppelt mit fortschrittlichen Analysen und der effektiven Kommunikation von Datenerkenntnissen.

Er ist auch ein engagierter Pädagoge, der den Big-Data-Masterstudiengang an der Universität von Navarra unterrichtet und regelmäßig aufschlussreiche Artikel über Datenwissenschaft auf Medium und KDNuggets veröffentlicht.

Er hat einen BS in technischer Physik von der Polytechnischen Universität von Katalonien und einen MS in intelligenten interaktiven Systemen von der Universität Pompeu Fabra.

Derzeit engagiert er sich leidenschaftlich dafür, datenbezogene Technologien durch die Medium-Publikation ForCode'Sake einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

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