Programmieren lernen mit dem Handy
Es mag ungewohnt klingen, dass jemand schneller in Python und SQL ist als auf einer physischen Tastatur zu tippen – aber genau so haben manche ihre Karriere in der Datenwelt gestartet. Felix Ayoola, ein Lernender und Partner von uns in Nigeria, der die DataCamp for Mobile App bereits gelobt hat, ist weiterhin begeistert: „Viele Menschen hier, die über DataCamp Donates Zugang zu Data-Science-Bildung bekommen haben, haben auf dem Handy begonnen – und tatsächlich gilt das für einen großen Teil der Tech-Community: Das Smartphone war oft der entscheidende erste Schritt auf dem Lernweg. Eine befreundete Data Scientist hat jahrelang auf dem Handy gelernt, bevor sie einen Laptop geschenkt bekam – das hat ihrer Familie gezeigt, dass sich die Investition lohnt. Ein anderer Bekannter hat ausschließlich am Handy Programmieren gelernt und dann ein Recruiting-Unternehmen gegründet. Mit den Einnahmen konnte er sich schließlich einen Laptop leisten.“
Warum lernen manche Menschen Programmieren auf dem Handy?
Haupttreiber sind die persönlichen Finanzen. „Sehr wenige Menschen in Nigeria können sich sowohl ein Handy als auch einen Computer leisten“, erklärt Felix weiter. „Und weil ein gutes Smartphone oft nur halb so viel kostet wie ein gebrauchter älterer Laptop, fangen viele mit dem Handy an. Außerdem ist Breitband hier sehr teuer – deutlich teurer als mobile Daten. Eine Besonderheit nigerianischer Mobilfunktarife ist, dass es sehr günstige Datenpakete gibt, die aber nur nachts nutzbar sind. Viele von uns buchen so ein Paket und erledigen datenintensive Aktivitäten nachts – dazu können auch DataCamp-Kurse gehören.“
„Weil der Zugang zu PCs in meinem Land schwierig ist, ist es großartig, dass DataCamp das Lernen am Handy verbessert – so wird Data-Science-Bildung für viel mehr Menschen zugänglich.“
Wachsende Nutzung von DataCamp for Mobile
DataCamp for Mobile entstand ursprünglich als Ergänzung zum Lernen am PC – eine schnelle und einfache Möglichkeit, zwischendurch ein paar Minuten zu üben. Doch mit der steigenden Nutzung von DataCamp in Schwellenländern hat sich auch die Dynamik der mobilen Nutzung verändert:

Und passend zu Felix Ayoolas Erfahrungsbericht kommt der Großteil der DataCamp-Donates-Lernenden, die über ihr Handy auf DataCamp zugreifen, aus Nigeria – fast 40% stammen allein aus diesem Land. Weltweit nutzen 20% der DataCamp-Donates-Lernenden unsere Inhalte ausschließlich auf mobilen Geräten – und wir wollen diesen Anteil weiter steigern!
Zu verstehen, wie es dazu kam, heißt auch zu verstehen, wie stark die Handynutzung in Schwellenländern verbreitet ist – inklusive der Gründe und Auswirkungen.
Smartphones vs. Computer
Früher war das Handy nur ein kleines Gerät zum Telefonieren, heute ist es ein Mini-Computer mit starken Funktionen und unzähligen Apps – wer sich an die frühen iPhone-Werbespots mit „There’s an app for that“ erinnert, weiß, wie revolutionär das war.
Vor allem aber sind Smartphones und die dazugehörigen Verträge günstig – zumindest bei manchen Marken. Kurz gesagt: Man bekommt viel für wenig. Nirgends zeigt sich das deutlicher als in der sich rasant entwickelnden Nutzung in Schwellenländern. Mittlerweile ist es schwer, ein Land zu finden, in dem weniger als 70% der Menschen ein Handy besitzen oder gemeinsam nutzen. Die PC-Verbreitung bleibt dagegen niedrig.

Und das liegt nicht nur an wachsenden Mittelschichten: Selbst mit sehr geringem Einkommen können sich viele zumindest den Zugang zu einem Handy leisten. Das geschieht etwa über gemeinschaftlich genutzte Geräte wie die in Indien verbreiteten Ein-Gerät-Haushalte oder indem ein großer Teil des Einkommens für die Handyrechnung aufgewendet wird (laut Weltbank sind es beim durchschnittlichen afrikanischen Handy-Nutzenden 13%).
Positive Auswirkungen von Handys: ein Praxisbeispiel
Handys haben Leben spürbar verbessert – weit über die Freude hinaus, Angehörige zu erreichen oder das eigene Leben in sozialen Medien zu teilen. M-Pesa, eine App für Geldtransfers und Kredite, wird in mindestens 96% der kenianischen Haushalte genutzt und hat die finanzielle Situation von jeder zehnten kenianischen Familie in extremer Armut verbessert. Auch in Krisen sind Handys unverzichtbar: 90% der syrischen Flüchtlingshaushalte im Libanon besitzen ein Handy – sie nutzen es, um Informationen zu erhalten, Geld zu überweisen, mit Freundinnen, Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben und Fremdsprachen zu übersetzen. Heute gehören gemeinschaftliche Ladestationen fast schon zur Grundausstattung in Flüchtlingslagern.
Mobile Technologien helfen auch, besondere Herausforderungen in der Bildung in Schwellenländern zu meistern. Analphabetismus wird mit kostenlosen Lese-Apps und Spracherkennung bekämpft – besonders hilfreich für sehbeeinträchtigte Menschen. Und Übung macht den Unterschied: Dass ein gedruckter Bücherstapel teurer sein kann als ein Smartphone mit Zugang zu einer digitalen Bibliothek, wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen – heute ist es Realität.
Mehr investieren ins mobile Lernerlebnis
Im Sinne von DataCamps Mission, Daten zu demokratisieren, haben wir das Lernerlebnis auf dem Handy deutlich verbessert. Wir arbeiten daran, die App schneller zu machen – das wirkt sich besonders beim Code-Ausführen über Mobilfunk positiv aus und gleicht langsames Internet aus. Außerdem prüfen wir Übersetzungen der App ins Hindi und Spanische, da diese in vielen Schwellenländern zu den meistgenutzten Sprachen gehören. Wir haben auch den verfügbaren App-Content erweitert: von kompletten Kursen bis zu kurzen Lektionen mit Programmierübungen, sodass du dir einen großen Teil deiner Data-Science-Bildung erarbeiten kannst, ohne je einen PC anzufassen.
Teilnehmende unserer Partnerorganisation DSC Suffa haben kürzlich folgende Erfahrungsberichte zur Mobile-App geteilt:
„Mobile war mein erster Kontakt mit DataCamp. Der Einstieg war sehr unkompliziert, mit vielen praktischen Übungen. Die App ist großartig – ich kann von überall lernen, und die Übungsumgebung läuft reibungslos. Die Punkte nach abgeschlossenen Übungen haben mich ständig motiviert, dranzubleiben und besser zu werden. Vielen Dank an DataCamp für diese tolle Chance!“ – Syed Husnain Haider Bukhari
„Genau wie das Desktop-Portal ist auch die Mobile-App schnell, effizient, reaktionsstark und interaktiv. Die Oberfläche ist ansprechend und benutzerfreundlich, was die Navigation sehr einfach macht. Außerdem helfen Lernbenachrichtigungen und das Performance-Tracking enorm, motiviert zu bleiben – so schaffe ich regelmäßig mindestens ein paar Übungen. Einzig die Anzeige der Bestenliste wünsche ich mir noch in der App. Abgesehen davon ist sie hervorragend und die Entwicklerinnen und Entwickler bei DataCamp verdienen großes Lob.“ – Omar Hanif
„Eine großartige App: mobil, einfach zu bedienen und praktisch. Mit integrierter Shell und Code-Editor musst du dir auch unterwegs keine Gedanken ums Coden machen. Sie bietet alle Funktionen der Desktop-Version. Ich kann sie wirklich allen empfehlen.“ – Ali Raza Ali Qadri
Lade dir DataCamp Mobile noch heute herunter!
DataCamp Mobile ist kostenlos und im Apple Store und auf Google Play verfügbar. Exklusiv in der App gibt es Lektionen: ein kurzes Video, gefolgt von 3–6 Coding-Challenges. Pro Kurs gibt es in der Regel fünfzehn Lektionen, und Mobile schenkt dir jeden Tag eine Lektion gratis – perfekt, um deinen Kopf fit zu halten!
Ein großes Dankeschön an Felix Ayoola, der diesen Artikel inspiriert hat. Er arbeitet als freiberuflicher Designer. Du erreichst ihn über LinkedIn.

