
Einst Buchhalterin in der Ukraine, suchte Iryna nach ihrem Umzug nach Belgien und dem Kennenlernen einer neuen Kultur einen Neustart. Nach einer Weiterbildung in Webdesign bei Hack Your Future Belgium, einer Partnerorganisation von DataCamp Donates, arbeitet sie heute fest angestellt bei uns als Frontend-Entwicklerin. Lies weiter und erfahre, wie für eine Frau Daten wirklich zugänglich wurden.
Fangen wir in der Gegenwart an: Was machst du bei DataCamp?
Ich habe im März letzten Jahres als Praktikantin in der Softwareentwicklung angefangen, und zufälligerweise ist heute mein erster Tag in der Festanstellung in dieser Rolle. Momentan arbeite ich mit dem Commercial-Team an allen abgemeldeten Seiten von DataCamp: Also an allen Seiten, die du auf unserer Website erreichen kannst, ohne dich einzuloggen — das ist unsere Arbeit.
Was gehört bei dir typischerweise zum Job?
Ich starte meinen Tag damit, neue Tickets zu prüfen (Anfragen von Kolleginnen und Kollegen, die zu meinem Aufgabenbereich gehören). Dann haben wir unser Daily — das wiederholen wir später am Tag noch einmal wegen der Zeitverschiebung zwischen uns, dem Londoner Team und dem Team in den USA. Meist habe ich noch ein paar weitere Meetings mit Teammitgliedern, um fachliche Fragen zu klären — sonst arbeite ich die Aufgaben auf meinem Tisch ab. Homeoffice war am Anfang etwas ungewohnt, denn ich habe mein Praktikum komplett remote begonnen. Am ersten Tag war ich nur kurz im Büro, um meinen Laptop abzuholen und habe zwei Leute gesehen — seitdem meine Teamkolleginnen und -kollegen nie in echt. Trotzdem läuft die Kommunikation bei DataCamp so gut, dass ich mich nie einsam fühle.
Ein Blick zurück: Wo kommst du her?
Ich komme aus der Ukraine und bin vor einem Jahr nach Belgien gezogen. Das hat mich tatsächlich zu meinem Karrierewechsel inspiriert. In der Ukraine war ich ursprünglich Buchhalterin und bin nach Belgien gezogen, weil mein Mann hier gearbeitet hat. Hier war es ein neuer Anfang, und ich habe mich gefragt, ob ich in etwas anderes wechseln möchte. Am Ende habe ich mich für Webentwicklung entschieden, und ich bin wirklich happy mit dieser Entscheidung — ich liebe diesen Job, er ist extrem abwechslungsreich, bietet viel Raum für Kreativität und für mich, um dazuzulernen!
Woher kam dein Interesse an Tech?
Nach dem Umzug war ich erst einmal ziemlich aus meiner Komfortzone. Mein Englisch war nicht perfekt, Niederländisch oder Französisch konnte ich gar nicht. Als ich dann einen Integrationskurs für diese Sprachen gemacht habe, gab es auch die Möglichkeit, Tech-Kurse zu belegen — HackYourFuture bot einen an. Später wurden sie einer der Hauptpartner von DataCamp Donates. Sie boten Geflüchteten und Neuankommenden in Belgien kostenlose Tech-Kurse an — ich wusste nicht, ob das etwas für mich ist, aber ich wollte es versuchen. Ich habe dann den Rest des Jahres in diesem Kurs verbracht und mich danach entschieden, das beruflich zu verfolgen. Ich bin auf das Praktikum bei DataCamp gestoßen, und jetzt arbeite ich hier Vollzeit in der Entwicklung! Mein erstes Projekt war übrigens DataCamp Donates selbst, als sie ihren eigenen Auftritt starten wollten. Konkret habe ich mit Squarespace daran gearbeitet, dass das Design zur Hauptseite passt.
Gibt es etwas, worauf du dich in Zukunft besonders freust?
Ich finde es großartig, dass ich mit DataCamp Donates daran arbeite, ihr Angebot in weitere Länder zu bringen. Für mich ist das im wahrsten Sinne des Wortes nah dran an meinem eigenen Hintergrund. Aber es kommen jeden Tag neue Projekte rein, und das, was mich am meisten begeistert, ist die Zusammenarbeit mit so tollen Menschen, von denen ich wahnsinnig viel lernen kann.
Hast du Tipps, wie sich DataCamp Donates weiter verbessern kann, nachdem du das Angebot selbst als Lernende erlebt hast?
Macht genau so weiter. Es gibt viele Länder, zum Beispiel auch die Ukraine, in denen sich die Entwicklung gerade erst etabliert. In der Hauptstadt sind Bildung und Lebensstandard super, aber in kleineren Städten und auf dem Land weniger. Deshalb möchten viele Menschen ihre Kompetenzen ausbauen, und Eltern setzen alles daran, dass ihre Kinder die bestmögliche Bildung bekommen.
Möchtest du gemeinsam mit Iryna bei DataCamp durchstarten? Wir stellen aktuell in New York, London, Leuven (Belgien) und remote ein. Schau dir unsere offenen Stellen an.
Hack Your Future Belgium ist eine gemeinnützige Open-Education-Organisation, die Neuankommende auf eine Karriere in der Webentwicklung vorbereitet — mit besonderem Fokus auf Geflüchtete und Frauen. Sie erleichtern Integration und begegnen dem Fachkräftemangel im IT-Sektor. Mehr erfahren und mitmachen: www.hackyourfuture.be.
