Was ist Datenvisualisierung? Der komplette Guide zu Tools, Techniken und Best Practices
Erfahre, was Datenvisualisierung ist und warum sie für Data Scientists eine zentrale Kompetenz ist. Entdecke zahlreiche Visualisierungsformen und stärke dein Data-Storytelling.
Stell dir vor, du scrollst durch endlose Datenzeilen und findest die verborgenen Erkenntnisse nicht. Genau das ist heute in vielen Unternehmen Realität – jeden Tag werden schätzungsweise 402,74 Millionen Terabyte an Daten erzeugt. Wie bringen wir da Ordnung rein? Die Antwort liegt in der Datenvisualisierung.
Organisationen und Einzelpersonen nutzen Daten, um Ursachen zu verstehen und konkrete Schritte abzuleiten. Bei der stetig wachsenden Datenmenge wird es jedoch immer schwieriger, den Überblick zu behalten. Unser natürlicher Impuls ist es, Muster zu erkennen und Struktur zu finden – so speichern wir Informationen und lernen Neues. Wenn eingehende Daten nicht ansprechend visualisiert sind, ist es schwer, diese Muster zu sehen und Strukturen zu erkennen – in manchen Fällen sogar unmöglich.
In diesem Artikel schauen wir uns an, wie Datenvisualisierung genau dieses Problem löst. Außerdem klären wir, was Datenvisualisierung ist, warum sie wichtig ist, geben Tipps zum Kompetenzaufbau, zeigen gängige Diagrammtypen und stellen Tools vor, mit denen du deine Daten visualisieren kannst.
Was ist Datenvisualisierung?
Datenvisualisierung ist die grafische Darstellung von Daten. Sie übersetzt Daten in einen visuellen Kontext – mit Diagrammen, Plots, Animationen, Infografiken usw. Ziel ist es, Trends, Ausreißer und Muster leichter zu erkennen. Mehr dazu findest du in unserem Kurs Understanding Data Visualization.
Datenprofis nutzen Visualisierungen regelmäßig, um Kernerkenntnisse aus Daten zu verdichten und diese an die richtigen Stakeholder zu kommunizieren.
Ein Beispiel: Ein Data Professional erstellt Visualisierungen für das Management, das diese nutzt, um die Organisation auszurichten. Oder Data Scientists setzen Visualisierungen ein, um die zugrunde liegende Struktur ihrer Daten aufzudecken und sie dadurch besser zu verstehen.
Aus dem oben beschriebenen Zweck der Datenvisualisierung lassen sich zwei zentrale Punkte ableiten:
1) Ein Weg, Daten zugänglich zu machen: Am besten erreichst du Zugänglichkeit durch Einfachheit. „Einfach“ ist dabei relativ: Was für eine Zehnjährige verständlich ist, ist nicht unbedingt das Gleiche wie für einen promovierten Experten. Datenvisualisierung macht Daten für die jeweils relevante Zielgruppe zugänglich.
2) Ein Kommunikationsmittel: Dieser Punkt baut auf dem ersten auf. Effektive Kommunikation gelingt nur, wenn alle dieselbe „Sprache“ sprechen. Egal ob allein oder im Team – Visualisierungen sollten Erkenntnisse liefern, die für die Betrachtenden relevant sind. Eine CEO möchte zum Beispiel handlungsleitende Insights sehen, ein Machine-Learning-Team eher Einblicke in die Modellleistung.
Kurz gesagt: Datenvisualisierung hilft, Muster und Trends in Daten schneller zu erkennen.
Warum ist Datenvisualisierung für Data Scientists so wichtig?
Data Science ist ein interdisziplinäres Feld, das wissenschaftliche Methoden, Prozesse, Algorithmen und Systeme nutzt, um Wissen und Erkenntnisse aus verrauschten, strukturierten und unstrukturierten Daten zu gewinnen (siehe unseren Guide „What is Data Science“ für eine ausführliche Erklärung). Die Herausforderung: Bei Rohdaten lassen sich Zusammenhänge oft nicht direkt erkennen – hier spielt Datenvisualisierung ihre ganze Stärke aus. Schauen wir uns an, warum sie für Data Scientists so mächtig ist.
Entdecken und Verstehen
Data Scientists müssen ihre Daten gut verstehen. Visualisierungen bringen die aussagekräftigsten Aspekte zum Vorschein – so erfassen sie (und andere) schnell, was in den Daten passiert. Trends in einer Tabelle zu erkennen, ist deutlich schwieriger, als sie visuell zu sehen. Darauf kommen wir später noch ausführlicher zurück.
Storytelling
Seit Jahrhunderten werden Geschichten genutzt, um Wissen zu teilen. Sie wirken, weil sie eine emotionale Verbindung schaffen – so bleiben Informationen besser hängen. Data Storytelling ist eine Form der Visualisierung: Sie hilft Data Scientists, ihre Daten zu verstehen und Erkenntnisse leicht verständlich zu vermitteln.
Effizienz
Man kann Insights teils auch direkt aus Datenbanken ziehen – das ist aber aufwendig und teuer. Visualisierungen sind hier deutlich effizienter. Wenn du beispielsweise alle Unternehmen mit Verlust in 2024 identifizieren willst, markierst du negative Werte rot, positive grün und ausgeglichene neutral. Das geht viel schneller, als die Datenbank manuell zu durchforsten.
Ästhetik
Rohdaten sind selten ansprechend. Visualisierungen verwandeln nüchterne Zahlen in anschauliches Wissen. Das kommt unserer visuellen Wahrnehmung entgegen – wir verarbeiten Informationen schneller, wenn sie unsere Augen stimulieren.
So lernst du Datenvisualisierung
Datenvisualisierung ist eine Schlüsselfähigkeit für alle, die mit Daten arbeiten – von Business-Analysten bis zu Data Scientists. Wer sie beherrscht, kommuniziert Insights klarer und überzeugender. Wenn du dich fragst, wo du anfangen sollst: Wir haben Ressourcen für jeden Schritt deiner Lernreise – vom Einstieg bis zu fortgeschrittenen Skills.
So legst du los:
1. Starte mit den Grundlagen
Wenn du neu einsteigst, solltest du zuerst die Grundlagen verstehen, bevor du dich in fortgeschrittene Tools und Techniken vertiefst. DataCamp bietet strukturierte Lernpfade, die dich sicher durch die Basics führen.
Empfohlene Ressource: Understanding Data Visualization. Dieser Kurs führt in die Kernkonzepte der Datenvisualisierung ein und zeigt, wie du einfache, aber wirkungsvolle Visualisierungen entwirfst und interpretierst. Er behandelt grundlegende Diagrammtypen, Best Practices und kritisches Denken über Daten.
Wie du den passenden Diagrammtyp für deine Daten wählst
2. Visualisieren ohne Code
Wenn du noch nicht programmierst, bieten wir Kurse zu Tools, mit denen du ohne Code visualisieren kannst. Ideal für Business-Anwender, Führungskräfte und alle, die schnell aussagekräftige Visualisierungen erstellen möchten.
Empfohlene Ressource: Power BI Fundamentals. Power BI ist ein leistungsstarkes, codefreies Tool für interaktive Dashboards und Reports. Der Lernpfad zeigt dir, wie du mit der intuitiven Oberfläche überzeugende Visualisierungen erstellst.
Empfohlene Ressource: Tableau Fundamentals. Tableau ist ein weiteres beliebtes Tool für interaktive, visuell starke Dashboards. Per Drag-and-drop erkundest du Daten und erstellst schnell Insights.
Abgedeckte Themen:
Aufbau interaktiver Dashboards
Datenbereinigung und -vorbereitung für Visualisierungen
Best Practices für visuelles Storytelling
3. Mit Code zu fortgeschrittenen Visualisierungen
Wenn du bereit bist, mit Code zu arbeiten, erweitern Python oder R deine Möglichkeiten enorm – für maßgeschneiderte und automatisierte Visualisierungen.
Empfohlene Ressource: Data Visualization with Python. Python bietet starke Bibliotheken (z. B. Matplotlib, Seaborn, Plotly) – von einfachen Liniendiagrammen bis zu komplexen interaktiven Visualisierungen. Dieser Track baut ein solides Fundament.
Empfohlene Ressource: Data Visualization with R. R ist ein Standard für Statistik und Visualisierung. Besonders ggplot2 ist Branchenstandard für hochwertige Plots. In diesem Track lernst du präzise Visualisierungen zu erstellen und die Datenmanipulation in R effektiv zu nutzen.
Abgedeckte Themen:
Eigene Visualisierungen mit Matplotlib, Seaborn und ggplot2
Fortgeschrittene Diagramme wie Histogramme, Heatmaps, Scatterplots
Interaktive Visualisierungen mit Plotly und Shiny
4. Üben mit Projekten
Nach den Basics gilt: Übung macht den Meister. Die praxisnahen DataCamp-Projekte lassen dich mit realen Datensätzen arbeiten.
Empfohlene Ressource: Data Visualization Projects. Geführte Projekte mit realen Daten – du erstellst Visualisierungen von Grund auf und sammelst Erfahrung in Datenexploration und Design.
Beispielprojekte:
Exploring the Evolution of LEGO – Analysiere Trends in der LEGO-Set-Produktion mit Matplotlib und Seaborn in Python.
Understanding the Gender Gap in College Degrees – Visualisiere mit Liniendiagrammen und Flächendiagrammen geschlechtsspezifische Unterschiede in Studienfächern.
5. Dranbleiben und up to date bleiben
Datenvisualisierung entwickelt sich stetig weiter – mit neuen Tools und Techniken. DataCamp aktualisiert laufend Kurse und bringt neue Formate, damit du Trends frühzeitig aufgreifst.
Empfohlene Ressource: Data Visualization Cheat Sheet. Dein schneller Spickzettel für gängige Diagramme, Designprinzipien und die Auswahl der richtigen Visualisierung je nach Daten und Publikum.
Neue Tools entdecken: Bleib vorn dabei mit Lösungen wie Plotly Dash oder D3.js (JavaScript-Bibliothek), wenn du weiter fortschreitest.
Tools für Datenvisualisierung
Datenprofis wie Data Scientists und Data Analysts setzen typischerweise Visualisierungstools ein, um effizienter zu arbeiten und Ergebnisse wirkungsvoll zu kommunizieren.
Grundsätzlich lassen sich Tools in zwei Kategorien einteilen: 1) ohne Code und 2) mit Code. Schauen wir uns beliebte Lösungen aus beiden Kategorien an.
Tools ohne Code
Nicht alle im Unternehmen sind Tech-Profis. Aber fehlende Programmierkenntnisse dürfen nicht daran hindern, aus Daten Erkenntnisse zu gewinnen. Du kannst wenig programmieren und trotzdem datenkompetent sein – also Daten lesen, schreiben, kommunizieren und sinnvoll einsetzen, um bessere, datenbasierte Entscheidungen zu treffen.
Tools ohne Code sind daher ein leichter Einstieg – auch wenn viele Entwickler sie ebenfalls nutzen. Formal betrachtet sind es grafische Benutzeroberflächen, die im Hintergrund native Skripte ausführen können, um Daten zu verarbeiten und anzureichern.
Beispiele für Tools ohne Code:
Power BI
Power BI ist eine sehr verbreitete Microsoft-Lösung für Datenvisualisierung und Business Intelligence. Sie zählt weltweit zu den beliebtesten BI-Tools für Reporting, Self-Service-Analytics und Predictive Analytics. Die Plattform hilft dir, Daten schnell zu bereinigen, zu analysieren und erste Insights zu gewinnen.
Tableau gehört ebenfalls zu den weltweit beliebtesten BI-Tools. Dank intuitivem Drag-and-drop findest du schnell Insights in deinen Daten – mit interaktiven Visualisierungen.
ChatGPT hat sich rasant als Helfer für die Visualisierung von Daten etabliert. Wie wir in unserem Artikel zu GPT-4o zeigen, kannst du mit wenigen Prompts Trends in deinen Daten visualisieren. Generative KI verändert unseren Umgang mit Daten – da kommt noch viel! Erfahre mehr im ChatGPT Fundamentals Lernpfad.
Visualisierung mit Code
Wenn du technikaffin bist, willst du Daten vielleicht lieber mit einer Programmiersprache visualisieren. Der Datenboom hat besonders Python und R populär gemacht – dank starker Pakete zur Datenverarbeitung.
Hier einige dieser Pakete.
Python-Packages
Python ist eine interpretierte, hochgradig vielseitige Programmiersprache. Für Datenvisualisierung gibt es mehrere hervorragende Bibliotheken, etwa:
Der Lernpfad Data Visualization with Python ist eine starke Kurssequenz, um deine Data-Science-Kompetenzen mit Pythons beliebtesten Visualisierungsbibliotheken zu pushen.
R-Packages
R ist eine Sprache für Statistik und Grafik. Für Datenanalyse ist sie hervorragend geeignet – dank zahlreicher Pakete kannst du nahezu jede Diagrammart erstellen. Beliebte R-Pakete für Visualisierung sind:
Wir haben festgestellt: Visualisierung ist ein wirkungsvoller Weg, Daten zu präsentieren und zu kommunizieren. In diesem Abschnitt zeigen wir, wie du einige gängige Diagrammtypen – ein guter Startpunkt für viele Aufgaben – mit Python und dem Paket Matplotlib erstellst. Außerdem nennen wir typische Einsatzszenarien.
Eine Häufigkeitstabelle zeigt, wie oft ein Ereignis oder ein Wert vorkommt. Wir nutzen sie häufig für deskriptive Statistiken, etwa um den Einfluss eines Merkmals auf eine Entscheidung zu verstehen.
Erstellen wir eine Häufigkeitstabelle mit dem Car Evaluation Data Set aus dem UCI Machine Learning Repository und Pandas.
import pandas as pd"""source: https://heartbeat.comet.ml/exploratory-data-analysis-eda-for-categorical-data-870b37a79b65"""deffrequency_table(data:pd.DataFrame, col:str, column:str): freq_table = pd.crosstab(index=data[col], columns=data[column], margins=True) rel_table =round(freq_table/freq_table.loc["All"],2)return freq_table, rel_tablebuying_freq, buying_rel = frequency_table(car_data,"class","buying")print("Two-way frequency table")print(buying_freq)print("---"*15)print("Two-way relative frequency table")print(buying_rel)Bereitgestellt von
Balkendiagramm
Das Balkendiagramm ist eine der einfachsten und zugleich wirkungsvollsten Visualisierungen. Es eignet sich hervorragend, um Kategorien zu vergleichen. Beispiel: die Anzahl betrügerischer vs. nicht betrügerischer Fälle. Oder die Häufigkeiten der Sterne-Bewertungen eines Films.
So erstellst du ein Balkendiagramm in Python:
"""Starter code from tutorials pointsee: https://bit.ly/3x9Z6HU"""import matplotlib.pyplot as plt# Dataset creation.programming_languages = ['C', 'C++', 'Java', 'Python', 'PHP', "Other", "None"]employees_frequency = [23, 17, 35, 29, 12, 5, 38]# Bar graph creation.fig, ax = plt.subplots(figsize=(10, 5))plt.bar(programming_languages, employees_frequency)plt.title("The number of employees competent in a programming langauge")plt.xlabel("Programming languages")plt.ylabel("Frequency")plt.show()Bereitgestellt von
Kreisdiagramme
Kreisdiagramme sind ebenfalls einfache und effiziente Visualisierungen. Sie zeigen Anteile am Ganzen – etwa Marktanteile bei Smartphones. Implementieren wir das in Python.
"""Example to demonstrate how a pie chart can be used to represent the marketshare for smartphones.Note: These are not real figures. They were created for demonstration purposes."""import numpy as npfrom matplotlib import pyplot as plt# Dataset creation.smartphones = ["Apple", "Samsung", "Huawei", "Google", "Other"]market_share = [50, 30, 5, 12, 2]# Pie chart creationfig, ax = plt.subplots(figsize=(10, 6))plt.pie(market_share, labels = smartphones, autopct='%1.2f%%')plt.title("Smartphone Marketshare for April 2021 - April 2022", fontsize=14)plt.show()Bereitgestellt von
Liniendiagramme und Flächendiagramme
Liniendiagramme sind ideal, um Trends oder Entwicklungen über die Zeit zu zeigen – z. B. die Sneaker-Verkäufe im Juli.
import matplotlib.pyplot as plt# Data creation.sneakers_sold = [10, 12, 8, 7, 7, 10]dates = ["Jul '1", "Jul '7", "Jul '14", "Jul '21", "Jul '28", "Jul '31"]# Line graph creationfig, ax = plt.subplots(figsize=(10, 6))plt.plot(dates, sneakers_sold)plt.title("Sneakers sold in Jul")plt.ylim(0, 15) # Change the range of y-axis.plt.xlabel("Dates")plt.ylabel("Number of sales")plt.show()Bereitgestellt von
Ein Flächendiagramm ist eine Erweiterung des Liniendiagramms – der Bereich unter der Linie wird farblich gefüllt.
Hier die gleichen Daten als Flächendiagramm:
# Area chart creationfig, ax = plt.subplots(figsize=(10, 6))plt.fill_between(dates, sneakers_sold)plt.title("Sneakers sold in Jul")plt.ylim(0, 15) # Change the range of y-axis.plt.xlabel("Dates")plt.ylabel("Number of sales")plt.show()Bereitgestellt von
Oft siehst du auch gestapelte Flächendiagramme, die Veränderungen mehrerer Variablen über die Zeit zeigen. Beispielsweise die Verteilung der verkauften Sneaker-Marken im Juli statt der Gesamtverkäufe.
# Data creation.sneakers_sold = [[3, 4, 2, 4, 3, 1], [3, 2, 6, 1, 3, 5], [4, 6, 0, 2, 1, 4]]dates = ["Jul '1", "Jul '7", "Jul '14", "Jul '21", "Jul '28", "Jul '31"]# Multiple area chart creationfig, ax = plt.subplots(figsize=(10, 6))plt.stackplot(dates, sneakers_sold, labels=["Nike", "Adidas", "Puma"])plt.title("Sneakers sold in Jul")plt.ylim(0, 15) # Change the range of y-axis.plt.xlabel("Dates")plt.ylabel("Number of sales")plt.legend()plt.show()Bereitgestellt von
Jeder Plot zeigt dieselben Daten – nur anders aufbereitet.
Histogramme
Histogramme stellen die Verteilung einer numerischen Variable dar.
import numpy as npimport matplotlib.pyplot as pltdata = np.random.sample(size=100)# Graph will change with each runfig, ax = plt.subplots(figsize=(10, 6))plt.hist(data, bins=6)plt.title("The distribution of data")plt.xlabel("Data")plt.ylabel("Frequency")plt.show()Bereitgestellt von
Streudiagramme
Streudiagramme zeigen Beziehungen zwischen zwei Variablen. Häufig ergänzt man sie um eine Regressionslinie, um die generelle Tendenz sichtbar zu machen. Ein typisches Beispiel: Wie beeinflusst die Temperatur den Verkauf von Eis.
import numpy as npimport matplotlib.pyplot as plt# Data creation.temperature = np.array([30, 21, 19, 25, 28, 28]) # Degree's celsiusice_cream_sales = np.array([482, 393, 370, 402, 412, 450])# Calculate the line of best fitX_reshape = temperature.reshape(temperature.shape[0], 1)X_reshape = np.append(X_reshape, np.ones((temperature.shape[0], 1)), axis=1)y_reshaped = ice_cream_sales.reshape(ice_cream_sales.shape[0], 1)theta = np.linalg.inv(X_reshape.T.dot(X_reshape)).dot(X_reshape.T).dot(y_reshaped)best_fit = X_reshape.dot(theta)# Create and plot scatter chartfig, ax = plt.subplots(figsize=(10, 6))plt.scatter(temperature, ice_cream_sales)plt.plot(temperature, best_fit, color=\"red\")plt.title(\"The impact of weather on ice cream sales\")plt.xlabel(\"Temperature (Celsius)\")plt.ylabel(\"Ice cream sales\")plt.show()Bereitgestellt von
Heatmaps
Heatmaps nutzen Farbcodierung, um Intensitäten darzustellen. Einsatzszenarien sind z. B. Wettervorhersagen (rote Bereiche = starke Regenfälle), Webtraffic oder generell dreidimensionale Daten.
Für Heatmaps in Python verwenden wir Seaborn – eine High-Level-Visualisierungsbibliothek auf Basis von Matplotlib.
import numpy as npimport seaborn as snsimport matplotlib.pyplot as pltdata = np.random.rand(8,10)# Graph will change with each runfig, ax = plt.subplots(figsize=(10, 6))sns.heatmap(data)plt.title("Random Uniform Data")plt.show()Bereitgestellt von
Treemaps
Treemaps stellen hierarchische Daten mit verschachtelten Rechtecken dar. Sie eignen sich hervorragend für Teil-Ganzes-Beziehungen mit vielen Kategorien, etwa in Vertrieb- und Umsatzdaten.
Für Treemaps in Python nutzen wir Plotly – eine Bibliothek für interaktive Grafiken.
"""Source: https://plotly.com/python/treemaps/"""import plotly.express as pximport numpy as npdf = px.data.gapminder().query("year == 2007")fig = px.treemap(df, path=[px.Constant("world"),'continent','country'], values='pop', color='lifeExp', hover_data=['iso_alpha'], color_continuous_scale='RdBu', color_continuous_midpoint=np.average(df['lifeExp'], weights=df['pop']))fig.update_layout(margin =dict(t=50, l=25, r=25, b=25))fig.show()Bereitgestellt von
3 Tipps für wirkungsvolle Datenvisualisierung
Datenvisualisierung ist eine Kunst. Gute Visualisierungen brauchen Zeit und Übung. Diese drei Tipps bringen dich auf Kurs:
Tipp #1: Stelle eine präzise Frage
Der wichtigste erste Schritt ist eine klare, spezifische Fragestellung. Ohne sie entstehen schnell Visualisierungen, die zerfasern und schwer zu deuten sind.
Beispiel: Statt allgemein „Wie entwickeln sich die Umsätze dieses Jahr?“ lieber konkret fragen: „Wie haben sich die Online-Umsätze in den USA für Produkt X im Q3 gegenüber Q2 verändert?“
Die präzise Frage hilft, die Visualisierung fokussiert zu gestalten und unnötige Informationen zu vermeiden.
Schlechtes Beispiel: Ein überladenes Dashboard mit Gesamtumsätzen über alle Regionen, Produkttypen und Kanäle der letzten fünf Jahre.
Gutes Beispiel: Ein simples Balkendiagramm nur zu US-Online-Umsätzen in Q2 vs. Q3 für ein bestimmtes Produkt.
Tipp #2: Wähle die passende Visualisierung
Nicht jedes Diagramm passt zu jedem Zweck. Die falsche Wahl kann die Botschaft verwässern. Jeder Diagrammtyp hat Stärken für bestimmte Datentypen.
Beispiel: Für Anteile am Ganzen eignet sich ein Kreisdiagramm. Für Entwicklungen über die Zeit besser Linie oder Balken.
Die richtige Wahl:
Balkendiagramm: Kategorien vergleichen.
Liniendiagramm: Trends über Zeit.
Kreisdiagramm: Anteile am Ganzen.
Streudiagramm: Beziehungen zwischen zwei Variablen.
Schlechtes Beispiel: Ein Kreisdiagramm, um Umsatzveränderungen über die Zeit zu zeigen.
Gutes Beispiel: Ein Liniendiagramm, das monatliche Umsatztrends sichtbar macht.
Fazit: Passe den Diagrammtyp an Frage und Daten an – das erhöht die Klarheit.
Tipp #3: Hebe das Wichtigste hervor
Lenke die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe bewusst auf die Kernaussagen. Farbe, Größe und Designelemente helfen, Relevantes zu betonen.
Beispiel: Bei Umsatzdaten mehrerer Produkte markierst du Topseller mit kräftigen Farben und den Rest dezent. So springt das Wesentliche direkt ins Auge.
So betonst du Wichtiges:
Kontraste: Wichtige Punkte mit klaren Farben hervorheben.
Größe variieren: Relevante Punkte größer oder fetter darstellen.
Annotationen: Kurze Erklärungen direkt im Chart platzieren.
Schlechtes Beispiel: Ein Streudiagramm mit Punkten gleicher Farbe und Größe – Muster schwer erkennbar.
Gutes Beispiel: Ein Streudiagramm mit größeren, markanten Punkten für Ausreißer und Farbverläufen für Intensitäten.
Fazit: Mit feinen Designentscheidungen wie Farbe, Größe und Labels verstehen Betrachter die Kern-Insights schneller.
Abschließende Gedanken
Gute Visualisierung nutzt unseren Instinkt, Muster zu erkennen. Farben, Formen, Größen etc. sind äußerst wirkungsvoll, um das Wichtigste hervorzuheben.
Datenvisualisierung ist eine Kunst; gut gelingt sie, wenn du eine präzise Frage stellst, die passende Darstellungsform wählst und die wichtigsten Informationen klar betonst. Lass dich nicht entmutigen, wenn der erste Versuch noch nicht perfekt ist – mit Zeit und Übung wirst du besser. DataCamps breites Kursangebot zu Datenvisualisierung hilft dir dabei, zum echten Visualization-Profi zu werden.
Data Visualization FAQs
What are the most common mistakes in data visualization?⌄
Häufige Fehler sind überladene Charts mit zu vielen Informationen – das überfordert Betrachter. Ebenfalls problematisch ist die falsche Diagrammwahl, etwa ein Kreisdiagramm statt Balken- oder Liniendiagramm. Ein schlechter Farbeinsatz, z. B. zu geringe Kontraste, erschwert das Verständnis. Schließlich führt eine falsche Einschätzung des Vorwissens der Zielgruppe zu Missverständnissen – die Visualisierung ist dann zu komplex oder zu simpel.
How can I improve storytelling with my visualizations?
⌄
Für besseres Storytelling brauchst du eine klare Leitfrage, die deine Visualisierung beantwortet. Hebe Schlüsselerkenntnisse mit Farbe, Größe oder Annotationen hervor, um die Aufmerksamkeit zu lenken. Ordne Visualisierungen in eine logische Abfolge, die Schritt für Schritt zu den Insights führt – so entsteht ein natürlicher Erzählfluss.
When should I use interactive visualizations?⌄
Interaktive Visualisierungen eignen sich bei großen Datensätzen, die sich nicht auf einmal zeigen lassen – Nutzende können filtern oder hineinzoomen. Sie sind auch hilfreich bei heterogenen Zielgruppen, damit unterschiedliche Stakeholder für sie relevante Aspekte erkunden. Zudem unterstützen sie Entscheidungen, wenn Stakeholder Daten in Echtzeit durchspielen und Szenarien untersuchen.
How do I choose between code-free and code-based tools?⌄
Tools ohne Code wie Power BI und Tableau sind ideal, wenn du schnell und zugänglich visualisieren willst – ohne Programmierkenntnisse. Perfekt für Business-Profis und Manager. Codebasierte Tools wie Pythons Matplotlib oder R’s ggplot2 bieten mehr Flexibilität und Feintuning für alle, die programmieren. Optimal für Data Scientists oder Analysts, die mit komplexen Daten arbeiten und volle Kontrolle brauchen.
How can I ensure accessibility in my data visualizations?⌄
Nutze farbenblinde-freundliche Paletten, damit auch Menschen mit Farbsehschwächen Diagramme korrekt interpretieren können. Füge in Reports oder Präsentationen Alternativtexte hinzu, um Screenreader zu unterstützen. Achte bei interaktiven Visualisierungen auf eine intuitive Navigation, damit Menschen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen reibungslos damit arbeiten können.
Keine Hacks, keine Tricks. Schüler/innen und Lehrer/innen, lest weiter, um zu erfahren, wie ihr die Datenerziehung, die euch zusteht, kostenlos bekommen könnt.
Lerne die wichtigsten Arten von KI-Agenten kennen, wie sie mit ihrer Umgebung interagieren und wie sie in verschiedenen Branchen eingesetzt werden. Verstehe einfache reflexive, modellbasierte, zielbasierte, nutzenbasierte, lernende Agenten und mehr.
Gewinne Vertrauen in die OLS-Regression, indem du ihre theoretischen Grundlagen beherrschst. Erforsche, wie du einfache Implementierungen in Excel, R und Python durchführst.
Mach dich mit Python-Datenstrukturen vertraut: Lerne mehr über Datentypen und primitive sowie nicht-primitive Datenstrukturen wie Strings, Listen, Stapel usw.
Lerne, wie man mit JSON in Python arbeitet, einschließlich Serialisierung, Deserialisierung, Formatierung, Leistungsoptimierung, Umgang mit APIs und Verständnis der Einschränkungen und Alternativen von JSON.
Stell dir vor, du scrollst durch endlose Datenzeilen und findest die verborgenen Erkenntnisse nicht. Genau das ist heute in vielen Unternehmen Realität – jeden Tag werden schätzungsweise 402,74 Millionen Terabyte an Daten erzeugt. Wie bringen wir da Ordnung rein? Die Antwort liegt in der Datenvisualisierung.
Organisationen und Einzelpersonen nutzen Daten, um Ursachen zu verstehen und konkrete Schritte abzuleiten. Bei der stetig wachsenden Datenmenge wird es jedoch immer schwieriger, den Überblick zu behalten. Unser natürlicher Impuls ist es, Muster zu erkennen und Struktur zu finden – so speichern wir Informationen und lernen Neues. Wenn eingehende Daten nicht ansprechend visualisiert sind, ist es schwer, diese Muster zu sehen und Strukturen zu erkennen – in manchen Fällen sogar unmöglich.
In diesem Artikel schauen wir uns an, wie Datenvisualisierung genau dieses Problem löst. Außerdem klären wir, was Datenvisualisierung ist, warum sie wichtig ist, geben Tipps zum Kompetenzaufbau, zeigen gängige Diagrammtypen und stellen Tools vor, mit denen du deine Daten visualisieren kannst.
Was ist Datenvisualisierung?
Datenvisualisierung ist die grafische Darstellung von Daten. Sie übersetzt Daten in einen visuellen Kontext – mit Diagrammen, Plots, Animationen, Infografiken usw. Ziel ist es, Trends, Ausreißer und Muster leichter zu erkennen. Mehr dazu findest du in unserem Kurs Understanding Data Visualization.
Datenprofis nutzen Visualisierungen regelmäßig, um Kernerkenntnisse aus Daten zu verdichten und diese an die richtigen Stakeholder zu kommunizieren.
Ein Beispiel: Ein Data Professional erstellt Visualisierungen für das Management, das diese nutzt, um die Organisation auszurichten. Oder Data Scientists setzen Visualisierungen ein, um die zugrunde liegende Struktur ihrer Daten aufzudecken und sie dadurch besser zu verstehen.
Aus dem oben beschriebenen Zweck der Datenvisualisierung lassen sich zwei zentrale Punkte ableiten:
1) Ein Weg, Daten zugänglich zu machen: Am besten erreichst du Zugänglichkeit durch Einfachheit. „Einfach“ ist dabei relativ: Was für eine Zehnjährige verständlich ist, ist nicht unbedingt das Gleiche wie für einen promovierten Experten. Datenvisualisierung macht Daten für die jeweils relevante Zielgruppe zugänglich.
2) Ein Kommunikationsmittel: Dieser Punkt baut auf dem ersten auf. Effektive Kommunikation gelingt nur, wenn alle dieselbe „Sprache“ sprechen. Egal ob allein oder im Team – Visualisierungen sollten Erkenntnisse liefern, die für die Betrachtenden relevant sind. Eine CEO möchte zum Beispiel handlungsleitende Insights sehen, ein Machine-Learning-Team eher Einblicke in die Modellleistung.
Kurz gesagt: Datenvisualisierung hilft, Muster und Trends in Daten schneller zu erkennen.
Unser Data-Visualization-Cheat Sheet zeigt die wichtigsten Konzepte der Datenvisualisierung auf einen Blick
Warum ist Datenvisualisierung für Data Scientists so wichtig?
Data Science ist ein interdisziplinäres Feld, das wissenschaftliche Methoden, Prozesse, Algorithmen und Systeme nutzt, um Wissen und Erkenntnisse aus verrauschten, strukturierten und unstrukturierten Daten zu gewinnen (siehe unseren Guide „What is Data Science“ für eine ausführliche Erklärung). Die Herausforderung: Bei Rohdaten lassen sich Zusammenhänge oft nicht direkt erkennen – hier spielt Datenvisualisierung ihre ganze Stärke aus. Schauen wir uns an, warum sie für Data Scientists so mächtig ist.
Entdecken und Verstehen
Data Scientists müssen ihre Daten gut verstehen. Visualisierungen bringen die aussagekräftigsten Aspekte zum Vorschein – so erfassen sie (und andere) schnell, was in den Daten passiert. Trends in einer Tabelle zu erkennen, ist deutlich schwieriger, als sie visuell zu sehen. Darauf kommen wir später noch ausführlicher zurück.
Storytelling
Seit Jahrhunderten werden Geschichten genutzt, um Wissen zu teilen. Sie wirken, weil sie eine emotionale Verbindung schaffen – so bleiben Informationen besser hängen. Data Storytelling ist eine Form der Visualisierung: Sie hilft Data Scientists, ihre Daten zu verstehen und Erkenntnisse leicht verständlich zu vermitteln.
Effizienz
Man kann Insights teils auch direkt aus Datenbanken ziehen – das ist aber aufwendig und teuer. Visualisierungen sind hier deutlich effizienter. Wenn du beispielsweise alle Unternehmen mit Verlust in 2024 identifizieren willst, markierst du negative Werte rot, positive grün und ausgeglichene neutral. Das geht viel schneller, als die Datenbank manuell zu durchforsten.
Ästhetik
Rohdaten sind selten ansprechend. Visualisierungen verwandeln nüchterne Zahlen in anschauliches Wissen. Das kommt unserer visuellen Wahrnehmung entgegen – wir verarbeiten Informationen schneller, wenn sie unsere Augen stimulieren.
So lernst du Datenvisualisierung
Datenvisualisierung ist eine Schlüsselfähigkeit für alle, die mit Daten arbeiten – von Business-Analysten bis zu Data Scientists. Wer sie beherrscht, kommuniziert Insights klarer und überzeugender. Wenn du dich fragst, wo du anfangen sollst: Wir haben Ressourcen für jeden Schritt deiner Lernreise – vom Einstieg bis zu fortgeschrittenen Skills.
So legst du los:
1. Starte mit den Grundlagen
Wenn du neu einsteigst, solltest du zuerst die Grundlagen verstehen, bevor du dich in fortgeschrittene Tools und Techniken vertiefst. DataCamp bietet strukturierte Lernpfade, die dich sicher durch die Basics führen.
2. Visualisieren ohne Code
Wenn du noch nicht programmierst, bieten wir Kurse zu Tools, mit denen du ohne Code visualisieren kannst. Ideal für Business-Anwender, Führungskräfte und alle, die schnell aussagekräftige Visualisierungen erstellen möchten.
3. Mit Code zu fortgeschrittenen Visualisierungen
Wenn du bereit bist, mit Code zu arbeiten, erweitern Python oder R deine Möglichkeiten enorm – für maßgeschneiderte und automatisierte Visualisierungen.
4. Üben mit Projekten
Nach den Basics gilt: Übung macht den Meister. Die praxisnahen DataCamp-Projekte lassen dich mit realen Datensätzen arbeiten.
5. Dranbleiben und up to date bleiben
Datenvisualisierung entwickelt sich stetig weiter – mit neuen Tools und Techniken. DataCamp aktualisiert laufend Kurse und bringt neue Formate, damit du Trends frühzeitig aufgreifst.
Tools für Datenvisualisierung
Datenprofis wie Data Scientists und Data Analysts setzen typischerweise Visualisierungstools ein, um effizienter zu arbeiten und Ergebnisse wirkungsvoll zu kommunizieren.
Grundsätzlich lassen sich Tools in zwei Kategorien einteilen: 1) ohne Code und 2) mit Code. Schauen wir uns beliebte Lösungen aus beiden Kategorien an.
Tools ohne Code
Nicht alle im Unternehmen sind Tech-Profis. Aber fehlende Programmierkenntnisse dürfen nicht daran hindern, aus Daten Erkenntnisse zu gewinnen. Du kannst wenig programmieren und trotzdem datenkompetent sein – also Daten lesen, schreiben, kommunizieren und sinnvoll einsetzen, um bessere, datenbasierte Entscheidungen zu treffen.
Tools ohne Code sind daher ein leichter Einstieg – auch wenn viele Entwickler sie ebenfalls nutzen. Formal betrachtet sind es grafische Benutzeroberflächen, die im Hintergrund native Skripte ausführen können, um Daten zu verarbeiten und anzureichern.
Beispiele für Tools ohne Code:
Power BI
Power BI ist eine sehr verbreitete Microsoft-Lösung für Datenvisualisierung und Business Intelligence. Sie zählt weltweit zu den beliebtesten BI-Tools für Reporting, Self-Service-Analytics und Predictive Analytics. Die Plattform hilft dir, Daten schnell zu bereinigen, zu analysieren und erste Insights zu gewinnen.
Wenn du Power BI lernen möchtest, starte am besten mit DataCamps Power BI Fundamentals Lernpfad.
Tableau
Tableau gehört ebenfalls zu den weltweit beliebtesten BI-Tools. Dank intuitivem Drag-and-drop findest du schnell Insights in deinen Daten – mit interaktiven Visualisierungen.
Der DataCamp-Lernpfad Tableau Fundamentals ist ein idealer Einstieg.
ChatGPT
ChatGPT hat sich rasant als Helfer für die Visualisierung von Daten etabliert. Wie wir in unserem Artikel zu GPT-4o zeigen, kannst du mit wenigen Prompts Trends in deinen Daten visualisieren. Generative KI verändert unseren Umgang mit Daten – da kommt noch viel! Erfahre mehr im ChatGPT Fundamentals Lernpfad.
Visualisierung mit Code
Wenn du technikaffin bist, willst du Daten vielleicht lieber mit einer Programmiersprache visualisieren. Der Datenboom hat besonders Python und R populär gemacht – dank starker Pakete zur Datenverarbeitung.
Hier einige dieser Pakete.
Python-Packages
Python ist eine interpretierte, hochgradig vielseitige Programmiersprache. Für Datenvisualisierung gibt es mehrere hervorragende Bibliotheken, etwa:
Der Lernpfad Data Visualization with Python ist eine starke Kurssequenz, um deine Data-Science-Kompetenzen mit Pythons beliebtesten Visualisierungsbibliotheken zu pushen.
R-Packages
R ist eine Sprache für Statistik und Grafik. Für Datenanalyse ist sie hervorragend geeignet – dank zahlreicher Pakete kannst du nahezu jede Diagrammart erstellen. Beliebte R-Pakete für Visualisierung sind:
Sieh dir Data Visualization with R und Interactive Data Visualization in R an, um deine Visualisierungskompetenzen in R aufs nächste Level zu bringen.
Gängige Diagramme für Datenvisualisierung
Wir haben festgestellt: Visualisierung ist ein wirkungsvoller Weg, Daten zu präsentieren und zu kommunizieren. In diesem Abschnitt zeigen wir, wie du einige gängige Diagrammtypen – ein guter Startpunkt für viele Aufgaben – mit Python und dem Paket Matplotlib erstellst. Außerdem nennen wir typische Einsatzszenarien.
Den vollständigen Code findest du im DataLab-Workbook.
Häufigkeitstabelle
Eine Häufigkeitstabelle zeigt, wie oft ein Ereignis oder ein Wert vorkommt. Wir nutzen sie häufig für deskriptive Statistiken, etwa um den Einfluss eines Merkmals auf eine Entscheidung zu verstehen.
Erstellen wir eine Häufigkeitstabelle mit dem Car Evaluation Data Set aus dem UCI Machine Learning Repository und Pandas.
Balkendiagramm
Das Balkendiagramm ist eine der einfachsten und zugleich wirkungsvollsten Visualisierungen. Es eignet sich hervorragend, um Kategorien zu vergleichen. Beispiel: die Anzahl betrügerischer vs. nicht betrügerischer Fälle. Oder die Häufigkeiten der Sterne-Bewertungen eines Films.
So erstellst du ein Balkendiagramm in Python:
Kreisdiagramme
Kreisdiagramme sind ebenfalls einfache und effiziente Visualisierungen. Sie zeigen Anteile am Ganzen – etwa Marktanteile bei Smartphones. Implementieren wir das in Python.
Liniendiagramme und Flächendiagramme
Liniendiagramme sind ideal, um Trends oder Entwicklungen über die Zeit zu zeigen – z. B. die Sneaker-Verkäufe im Juli.
Ein Flächendiagramm ist eine Erweiterung des Liniendiagramms – der Bereich unter der Linie wird farblich gefüllt.
Hier die gleichen Daten als Flächendiagramm:
Oft siehst du auch gestapelte Flächendiagramme, die Veränderungen mehrerer Variablen über die Zeit zeigen. Beispielsweise die Verteilung der verkauften Sneaker-Marken im Juli statt der Gesamtverkäufe.
Jeder Plot zeigt dieselben Daten – nur anders aufbereitet.
Histogramme
Histogramme stellen die Verteilung einer numerischen Variable dar.
Streudiagramme
Streudiagramme zeigen Beziehungen zwischen zwei Variablen. Häufig ergänzt man sie um eine Regressionslinie, um die generelle Tendenz sichtbar zu machen. Ein typisches Beispiel: Wie beeinflusst die Temperatur den Verkauf von Eis.
Heatmaps
Heatmaps nutzen Farbcodierung, um Intensitäten darzustellen. Einsatzszenarien sind z. B. Wettervorhersagen (rote Bereiche = starke Regenfälle), Webtraffic oder generell dreidimensionale Daten.
Für Heatmaps in Python verwenden wir Seaborn – eine High-Level-Visualisierungsbibliothek auf Basis von Matplotlib.
Treemaps
Treemaps stellen hierarchische Daten mit verschachtelten Rechtecken dar. Sie eignen sich hervorragend für Teil-Ganzes-Beziehungen mit vielen Kategorien, etwa in Vertrieb- und Umsatzdaten.
Für Treemaps in Python nutzen wir Plotly – eine Bibliothek für interaktive Grafiken.
3 Tipps für wirkungsvolle Datenvisualisierung
Datenvisualisierung ist eine Kunst. Gute Visualisierungen brauchen Zeit und Übung. Diese drei Tipps bringen dich auf Kurs:
Tipp #1: Stelle eine präzise Frage
Der wichtigste erste Schritt ist eine klare, spezifische Fragestellung. Ohne sie entstehen schnell Visualisierungen, die zerfasern und schwer zu deuten sind.
Die präzise Frage hilft, die Visualisierung fokussiert zu gestalten und unnötige Informationen zu vermeiden.
Tipp #2: Wähle die passende Visualisierung
Nicht jedes Diagramm passt zu jedem Zweck. Die falsche Wahl kann die Botschaft verwässern. Jeder Diagrammtyp hat Stärken für bestimmte Datentypen.
Die richtige Wahl:
Fazit: Passe den Diagrammtyp an Frage und Daten an – das erhöht die Klarheit.
Tipp #3: Hebe das Wichtigste hervor
Lenke die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe bewusst auf die Kernaussagen. Farbe, Größe und Designelemente helfen, Relevantes zu betonen.
So betonst du Wichtiges:
Fazit: Mit feinen Designentscheidungen wie Farbe, Größe und Labels verstehen Betrachter die Kern-Insights schneller.
Abschließende Gedanken
Gute Visualisierung nutzt unseren Instinkt, Muster zu erkennen. Farben, Formen, Größen etc. sind äußerst wirkungsvoll, um das Wichtigste hervorzuheben.
Datenvisualisierung ist eine Kunst; gut gelingt sie, wenn du eine präzise Frage stellst, die passende Darstellungsform wählst und die wichtigsten Informationen klar betonst. Lass dich nicht entmutigen, wenn der erste Versuch noch nicht perfekt ist – mit Zeit und Übung wirst du besser. DataCamps breites Kursangebot zu Datenvisualisierung hilft dir dabei, zum echten Visualization-Profi zu werden.