Weiter zum Inhalt

Sieben Tricks für besseres Data Storytelling: Teil I

Mit gutem Design können Datenteams Argumente präzise zuspitzen und mit Daten überzeugen. Das ist die zentrale Erkenntnis aus einer aktuellen DataFramed-Folge mit Andy Cotgrave, Technical Evangelist bei Tableau.
Aktualisiert 18. Sept. 2026  · 3 Min. lesen

Mit KI erkunden

ChatGPTClaudePerplexity

1. Erzähle Datenstories mit einer klaren Botschaft

Feine Designunterschiede können die Interpretation einer Datenvisualisierung massiv beeinflussen. Dazu zählen unter anderem Farbwahl, Titel und Anmerkungen.

Ein eindringliches Beispiel ist Simon Scarrs Iraq Bloody Toll, das die Zahl der Todesopfer des US-Militäreinsatzes im Irak hervorhebt. Das nach unten gerichtete, rote Balkendiagramm ruft unmittelbar das Blutvergießen in Erinnerung und bleibt dadurch stark im Gedächtnis. Bemerkenswert ist, dass eine einfache Drehung und Farbänderung die Botschaft komplett verändert.

Abbildung 1: Iraq’s Bloody Toll von Simon Scarr [Quelle]

Data Storyteller sollten diese Wirkung verantwortungsvoll und gezielt nutzen. Wer eine vermeintlich objektive Datenstory vermittelt, muss auf Diagrammdetails achten, die Vorurteile verstärken könnten. So sollten Achsen beispielsweise bei null starten, um irreführende Zusammenhänge zu vermeiden.

Abbildung 2. Dieselben Datenpunkte können völlig unterschiedliche Ergebnisse suggerieren [Quelle]

2. Platziere Elemente in deiner Datenstory gezielt

Das Gutenberg-Prinzip besagt, dass die Augen beim Lesen einem Z-förmigen Pfad vom linken oberen zum rechten unteren Bereich folgen.

Abbildung 3. Das Gutenberg-Prinzip [Quelle]

Übertragen auf Datenstories heißt das: Die wichtigsten Informationen gehören nach oben links. Detailliertere Aspekte werden weiter unten im Diagramm ausgeführt. Ein Call-to-Action lässt sich im rechten unteren Bereich platzieren, wo der Blick typischerweise endet.

3. Verstehe dein Publikum mithilfe von Designprinzipien

Designprinzipien helfen, die Nutzererfahrung mit Datenstories zu verstehen. In seinem Buch Design of Everyday Things argumentiert Don Norman, dass Endnutzer Objekte auf drei emotionalen Ebenen verarbeiten: viszeral, verhaltensorientiert und reflektiert.

  • Die viszerale Ebene: In der ersten Sekunde beurteilen Nutzer ein Diagramm nach seinem Erscheinungsbild. Das ist die viszerale Verarbeitung, also die tief verankerten, automatischen Reaktionen. Entsprechend ist die Ästhetik eines Charts entscheidend, um die Aufmerksamkeit für die Datenstory zu halten.

  • Die verhaltensorientierte Ebene: Anschließend bewerten Nutzer die Nützlichkeit der Visualisierung – die verhaltensorientierte Ebene der Verarbeitung. Heißt: Das Publikum muss mit der Visualisierung den Punkt der Autorin bzw. des Autors klar erkennen können.

  • Die reflektierte Ebene: Nach der Interaktion denken Nutzer über ihre Erfahrung nach. Beispielsweise werden sie ein Dashboard eher wiederverwenden, wenn die Nutzung im Rückblick als angenehm empfunden wurde.

Weitere Tipps zum Data Storytelling

Dieser Artikel zeigt, wie Datenteams mit durchdachtem Design stärkere Datenstories erzählen. Im zweiten Teil des Blogbeitrags geben wir weitere praxisnahe Tipps für überzeugende Präsentationen.

Themen
Datenwissenschaft
Verwandt

Blog

Lehrer/innen und Schüler/innen erhalten das Premium DataCamp kostenlos für ihre gesamte akademische Laufbahn

Keine Hacks, keine Tricks. Schüler/innen und Lehrer/innen, lest weiter, um zu erfahren, wie ihr die Datenerziehung, die euch zusteht, kostenlos bekommen könnt.
Nathaniel Taylor-Leach's photo

Nathaniel Taylor-Leach

4 Min.

Blog

2022-2023 DataCamp Classrooms Jahresbericht

Zu Beginn des neuen Schuljahres ist DataCamp Classrooms motivierter denn je, das Lernen mit Daten zu demokratisieren. In den letzten 12 Monaten sind über 7.650 neue Klassenzimmer hinzugekommen.
Nathaniel Taylor-Leach's photo

Nathaniel Taylor-Leach

8 Min.

Blog

Q2 2023 DataCamp Donates Digest

DataCamp Donates hat im zweiten Quartal 2023 über 20.000 Stipendien an unsere gemeinnützigen Partner vergeben. Erfahre, wie fleißige benachteiligte Lernende diese Chancen in lebensverändernde berufliche Erfolge verwandelt haben.
Nathaniel Taylor-Leach's photo

Nathaniel Taylor-Leach

Blog

Die 20 besten Snowflake-Interview-Fragen für alle Niveaus

Bist du gerade auf der Suche nach einem Job, der Snowflake nutzt? Bereite dich mit diesen 20 besten Snowflake-Interview-Fragen vor, damit du den Job bekommst!
Nisha Arya Ahmed's photo

Nisha Arya Ahmed

15 Min.

Blog

Top 50+ AWS-Interviewfragen und Antworten für 2026

Ein kompletter Guide mit grundlegenden, fortgeschrittenen und szenariobasierten AWS-Interviewfragen – mit Beispielen aus der Praxis.
Zoumana Keita 's photo

Zoumana Keita

15 Min.

Tutorial

30 coole Python-Tricks für besseren Code mit Beispielen

Wir haben 30 coole Python-Tricks zusammengestellt, mit denen du deinen Code verbesserst und deine Python-Kompetenzen ausbaust.
Kurtis Pykes 's photo

Kurtis Pykes

15 Min.

Mehr AnzeigenMehr Anzeigen