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Die wichtigsten Databricks-Interviewfragen und -Antworten für 2026

Bereite dich auf dein Databricks-Interview vor. Erhalte Expert:innenantworten zu Delta Lake, Unity Catalog, Spark, ML-Deployment und der Medallion-Architektur.
Aktualisiert 3. Juni 2026  · 12 Min. lesen

Databricks ist eine Datenanalyseplattform, die Data Engineering vereinfacht. Wenn du dich parallel zum Interview auch auf eine Zertifizierung vorbereitest, lies unseren Leitfaden zu Databricks-Zertifizierungen – außerdem zu Data Science und Machine Learning. Für Data Engineers entstehen immer mehr Jobchancen. Wenn du einen breiteren Lernplan suchst, sieh dir unseren Guide dazu an, wie du Databricks 2026 lernst – ideal für alle, die Databricks kennen oder lernen wollen. 

Damit du im Interview die Nase vorn hast, habe ich diesen Leitfaden mit den zentralen Themen zusammengestellt. Die folgenden Fragen basieren auf meiner Erfahrung in der Einstellung von Data Engineers und in der Zusammenarbeit mit Datenprofis, die Databricks einsetzen. Deshalb bekommst du hier ein gutes Gefühl dafür, worauf Hiring Manager achten.

Wenn du ganz neu bei Databricks bist oder deine Kompetenzen ausbauen willst, empfehle ich dir den DataCamp-Kurs Introduction to Databricks, um schnell auf Stand zu kommen. Im Artikel verweise ich außerdem auf DataCamp-Kurse und Tutorials, falls du bestimmte Konzepte vertiefen möchtest.

Kurzfassung

  • Databricks-Interviews prüfen auf allen Levels Wissen zur Lakehouse-Architektur, zu Apache Spark-Interna, Delta Lake und MLflow.
  • Grundlagenfragen drehen sich um Notebooks, Cluster und Kernfunktionen; mittlere Level fokussieren Spark, Pipelines und Ressourcenmonitoring.
  • Fortgeschrittene Fragen gehen in Performanceoptimierung, CI/CD, ML-Deployment und – 2026 zunehmend – Governance mit Unity Catalog.
  • Rollenabhängig variieren die Schwerpunkte: Data Engineers lösen ETL- und Streaming-Aufgaben; Software Engineers werden in Anwendungsentwicklung und Debugging geprüft.
  • Häufig kommen auch Delta Live Tables, Medallion-Architektur und die Photon Engine dran.

Der Databricks-Interviewprozess

Bevor wir in einzelne Fragen einsteigen, hilft ein Blick auf den typischen Ablauf. Nach meiner Erfahrung und aktuellen Berichten von Kandidatinnen und Kandidaten in 2026 laufen Databricks-Interviews für Engineering- und Datenrollen in fünf bis sechs Phasen über vier bis sieben Wochen.

Der Prozess variiert je nach Unternehmen, auf Folgendes solltest du dich aber einstellen:

Phase Format Was dich erwartet
Recruiter-Screen 30 Min Telefon Background, Motivation, grundlegende Plattformkenntnisse
Technischer Screen 60–75 Min Fragen zu Spark, Delta Lake oder Plattformarchitektur
Onsite — Coding 60–75 Min Aufgaben aus Data Engineering oder Software Engineering
Onsite — Systemdesign 60–75 Min Lakehouse-Architektur, Pipeline-Design, ML-Plattform
Onsite — Behavioral 45–60 Min Wertebasierte Fragen (Ownership, Komplexität, Trade-offs)
Hiring Manager 45 Min Strategischer Fit, Karriereziele

Die folgenden Fragen beziehen sich auf den technischen Screen und die Onsite-Runden. Behavioral-Vorbereitung ist nicht Teil dieses Guides, aber der Zertifizierungsleitfaden zeigt gut, welche Plattformtiefe Interviewer erwarten.

Grundlegende Databricks-Interviewfragen

Auf Einsteigerlevel fokussieren die Fragen auf Grundlagenwissen zu Databricks, etwa das Arbeiten mit Notebooks und die wichtigsten Tools der Plattform. Diese Fragen kommen häufig, wenn du wenig Databricks-Erfahrung hast oder der Interviewer dein Level einschätzen will. 

Hier sind zentrale Themen, zu denen du gefragt werden könntest. Lies ergänzend unser Databricks-Tutorial: 7 Must-know-Konzepte zur Vorbereitung.

  • Überblick auf hoher Ebene: Du solltest beschreiben können, was Databricks ist und wie es in eine moderne Datenplattform passt. 
  • Kernfunktionen und Nutzer: Du solltest kollaborative Workspaces, Notebooks, die optimierte Spark-Engine und die Verarbeitung von Batch- und Streamingdaten kennen.
  • Einfache Use Cases: Liefere Beispiele, wie Kundinnen und Kunden Databricks einsetzen, inklusive Einblicken in die Basisarchitektur.

Wenn Streaming für dich neu ist, empfehle ich unseren Kurs Streaming Concepts, um dein Wissen auszubauen. 

1. Was ist Databricks und welche Hauptfunktionen gibt es? 

Databricks ist eine Datenanalyseplattform, bekannt für kollaborative Notebooks, die Spark-Engine und Datenlakes wie Delta Lake mit ACID-Transaktionen. Databricks integriert sich außerdem in diverse Datenquellen und BI-Tools und bietet solide Sicherheitsfunktionen.

2. Erkläre die Kernarchitektur von Databricks.

Die Kernarchitektur besteht aus fünf Teilen.

  • Die Databricks Runtime bündelt Spark und weitere Komponenten, die auf einem Cluster laufen.
  • Cluster sind die Compute-Ressourcen, die Notebooks und Jobs ausführen.
  • Notebooks kombinieren Code, Visualisierungen und Text in einem interaktiven Dokument.
  • Der Workspace organisiert Notebooks, Bibliotheken und Experimente.
  • Das Databricks File System (DBFS) stellt ein verteiltes Dateisystem bereit, das an diese Cluster angebunden ist.

3. Wie erstellst und startest du ein Notebook in Databricks? 

Wechsle in den gewünschten Databricks-Workspace. Klicke auf „Create“ und wähle „Notebook“. Vergib einen Namen und wähle die Standardsprache wie Python, Scala, SQL oder R. Hänge das Notebook an einen Cluster an. Um es auszuführen, schreibe oder füge Code in eine Zelle ein und klicke auf „Run“.

Mittlere Databricks-Interviewfragen

Diese Fragen kommen, sobald klar ist, dass du Grundwissen mitbringst. Sie sind technischer und prüfen dein Verständnis bestimmter Plattformteile und deren Konfiguration. Auf mittlerem Level zeigst du, dass du Ressourcen verwalten, Cluster konfigurieren und Datenverarbeitungs-Workflows implementieren kannst. 

Darauf bauen die folgenden Themen auf: 

  • Clusterverwaltung: Du solltest wissen, wie man Cluster einrichtet und verwaltet, inkl. Konfiguration, Instanztypen, Autoscaling und Berechtigungen. 
  • Spark auf Databricks: Du solltest Apache Spark in Databricks sicher einsetzen – mit DataFrames, Spark SQL und Spark MLlib für Machine Learning. Vertiefe PySpark mit unserem Guide zu PySpark-Interviewfragen
  • Ressourcenmonitoring: Du solltest Databricks UI und Spark UI nutzen können, um Ressourcennutzung und Job-Performance zu verfolgen und Engpässe zu erkennen. 

Wenn du neu in großen Datensätzen und verteilter Verarbeitung bist, empfehle ich den Lernpfad Big Data with PySpark, der PySpark als Python-Schnittstelle zu Apache Spark einführt. 

4. Wie richtest du Cluster ein und verwaltest sie? 

Gehe im Databricks-Workspace zu "Clusters" und klicke auf „Create Cluster“. Konfiguriere Modus, Instanztypen, Databricks-Runtime-Version u. a. und klicke auf „Create Cluster“. Zur Verwaltung überwachst du Ressourcen, aktivierst Autoscaling, installierst Bibliotheken und steuerst Berechtigungen über die Cluster-UI oder die Databricks REST API.

5. Wie wird Spark in Databricks eingesetzt?

Databricks nutzt Apache Spark als Hauptengine. Spark verarbeitet skalierbar Daten mit RDDs und DataFrames, trainiert ML-Modelle mit MLlib, streamt Daten mit Structured Streaming und führt SQL-Abfragen mit Spark SQL aus. 

6. Was sind Datenpipelines und wie erstellst du sie? 

Datenpipelines sind eine Abfolge von Schritten zur Datenverarbeitung. In Databricks beginnst du mit ETL-Skripten in Notebooks. Workflows automatisierst du mit Databricks Jobs. Für robuste, skalierbare Speicherung empfiehlt sich Delta Lake – siehe unsere Einführung zu Delta Lake. Databricks bietet zudem Connectoren zu vielen Quellen und Zielen.

7. Wie überwachst und verwaltest du Ressourcen in Databricks? 

Es gibt drei Hauptoptionen: Die Databricks UI für Clusterleistung, Jobausführung und Ressourcennutzung; die Spark UI für Details zu Stages und Tasks; und die Databricks REST API, um Cluster und Jobs programmatisch zu steuern.

8. Beschreibe die verfügbaren Speicheroptionen in Databricks. 

Databricks bietet DBFS als Dateisystem. Delta Lake als Open-Source-Schicht ergänzt Spark um ACID-Transaktionen und macht Speicherung verlässlicher. Außerdem gibt es Integrationen mit Cloudspeichern wie AWS S3, Azure Blob Storage und Google Cloud Storage sowie Anbindungen an relationale und NoSQL-Datenbanken via JDBC.

Fortgeschrittene Databricks-Interviewfragen

Fortgeschrittene Nutzerinnen und Nutzer sollen Performance optimieren, komplexe Workflows erstellen und anspruchsvolle Analysen sowie ML-Modelle umsetzen. Solche Fragen kommen typischerweise bei Senior- oder DevOps-lastigen Rollen. Wenn du dich dafür vorbereitest, ist unser Kurs DevOps Concepts hilfreich. Lies außerdem die Data Architect Interview Questions, die Top 20 Spark Interview Questions und unseren Vergleich Databricks vs Snowflake.

Das baut auf deinen Grundlagen und deiner Praxiserfahrung auf. 

  • Performanceoptimierung: Feintuning von Spark-Konfigurationen, Caching, sinnvolle Partitionierung sowie optimierte Joins und Shuffles. 
  • Machine Learning: Modelle mit TensorFlow oder PyTorch trainieren. Souveräner Einsatz von MLflow für Experiment-Tracking, Modellverwaltung und Deployment, damit Modelle reproduzierbar und skalierbar sind.
  • CI/CD-Pipelines: Integration mit Versionskontrolle, automatischen Tests und Deployment-Tools. Nutzung von Databricks CLI oder REST API zur Automatisierung und für kontinuierliche Integration und Auslieferung.

Wenn ML und KI in Databricks für dich neu sind, empfehle ich das Tutorial A Comprehensive Guide to Databricks Lakehouse AI For Data Scientists. Sinnvoll ergänzend: Introduction to TensorFlow in Python und Intermediate Deep Learning with PyTorch.

9. Welche Strategien nutzt du für Performanceoptimierung? 

Ich setze stark auf Spark SQL für effiziente Verarbeitung und cache Daten gezielt. Ich tune Spark-Settings wie Executor-Memory und Shuffle-Partitionen und optimiere Joins und Shuffles über sinnvolle Datenpartitionierung. Delta Lake unterstützt effiziente Speicherung und Abfragen mit ACID.

10. Wie implementierst du CI/CD-Pipelines in Databricks? 

Zuerst verwalte ich Code mit Git. Tests automatisiere ich über Databricks Jobs und plane sie regelmäßig. Die Deployment-Pipeline integriere ich mit Azure DevOps oder GitHub Actions. Ausrollen und Verwalten von Jobs und Clustern erfolgt über Databricks CLI oder REST API.

11. Wie gehst du in Databricks mit komplexer Analytik um?

Komplexe Abfragen und Transformationen erledige ich mit Spark SQL und DataFrames. Für ML und Statistik deckt MLlib die meisten Anwendungsfälle ab. Drittsysteme binde ich via JDBC/ODBC an. Für interaktive Visualisierung nutze ich in Notebooks Matplotlib, Seaborn und Plotly.

12. Wie deployest du Machine-Learning-Modelle? 

Ich trainiere Modelle mit TensorFlow, PyTorch oder Scikit-Learn. Experimente und Modelle tracke und verwalte ich mit MLflow für Reproduzierbarkeit. Den produktiven Einsatz realisiere ich als REST-API über MLflow-Funktionen. Retraining und Evaluation plane ich mit Databricks Jobs.

Databricks-Interviewfragen für Data-Engineer-Rollen

Data Engineers entwerfen und bauen Daten-, Analyse- und KI-Systeme, betreiben Pipelines und sichern Datenqualität. Der Fokus liegt auf Architektur, Pipelinebetrieb und Qualitätssicherung. 

Für Data-Engineer-Stellen mit Databricks-Schwerpunkt solltest du diese Themen sicher beherrschen: 

  • Pipeline-Architektur: Effiziente ETL-Prozesse entwerfen, wachsende Datenvolumina bewältigen, fehlertolerant und wartbar bleiben – z. B. mit Delta Lake.
  • Echtzeitverarbeitung: Near-Real-Time-Verarbeitung mit Spark Structured Streaming, fehlertolerante Streaming-Apps, Events in Sekunden verarbeiten.
  • Datensicherheit: Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und Auditing umsetzen; Integration mit Sicherheitsfunktionen des Cloud-Providers und Best Practices für Daten im Ruhezustand und in der Übertragung.

13. Wie entwirfst du Datenpipelines? 

Typisch beginne ich mit der Anbindung verschiedener Quellen über Databricks-Connectoren und APIs. Dann transformiere ich Daten mit Spark-Transformationen und DataFrames. Anschließend lade ich in Zielspeicher wie Delta Lake oder externe Datenbanken. Den Ablauf automatisiere ich mit Databricks Jobs und Workflows und überwache Datenqualität mit integrierten Tools und eigenen Validierungen.

14. Was sind Best Practices für ETL in Databricks? 

Setze für Storage auf Delta Lake wegen Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit mit ACID. Schreibe modulare, wiederverwendbare Notebook-Logik. Plane und verwalte ETL-Jobs mit Databricks Jobs. Überwache mit Spark UI und weiteren Tools und sichere Datenqualität mit Validierungen und sauberem Fehlerhandling.

15. Wie gehst du mit Echtzeitdaten um? 

Ich nutze Spark Structured Streaming für eingehende Datenströme und integriere Quellen wie Kafka, Event Hubs oder Kinesis. Transformationen und Aggregationen setze ich als Streaming-Queries um. Delta Lake sorgt für schnelle Lese- und Schreibzugriffe. Monitoring und Steuerung erfolgen über Databricks Jobs und die Spark UI.

16. Wie stellst du Datensicherheit sicher? 

Ich setze rollenbasierte Zugriffskontrollen ein. Daten verschlüssele ich im Ruhezustand und in der Übertragung durch die Databricks-Mechanismen. Netzwerkseitig setze ich auf VPC/VNet und restriktive Zugriffe. Zugriffe und Nutzung überwache ich mit Audit-Logs. Für Data Governance und Richtlinien nutze ich den Unity Catalog – Details in unserem Unity-Catalog-Guide.

Databricks-Interviewfragen für Software-Engineer-Rollen

Software Engineers entwickeln und deployen Anwendungen und integrieren sie mit Databricks-Services. 

Für diese Rollen solltest du Folgendes gut verstehen:

  • Anwendungsentwicklung: Code in Notebooks oder externen IDEs schreiben, lokales Development mit Databricks Connect, Deployment über Databricks Jobs. 
  • Datenintegration: Anbindung externer Quellen und Anwendungen über APIs und Connectoren; sicherer Umgang mit REST-APIs, JDBC/ODBC und weiteren Integrationswerkzeugen.
  • Debugging: Nutzung der Spark UI, Logs und interaktiver Notebook-Tests; detailliertes Logging und Monitoring für zuverlässigen Betrieb.

Wenn du in die Anwendungsentwicklung einsteigst und deine Fähigkeiten ausbauen willst, empfehle ich unser Complete Databricks Dolly Tutorial for Building Applications, das dich Schritt für Schritt durch den Aufbau einer Anwendung mit Dolly führt. 

17. Wie integrierst du Databricks über APIs mit anderen Datenquellen? 

Nutze die Databricks REST API, um Ressourcen programmatisch zu steuern. Binde externe Datenbanken via JDBC/ODBC an. Für umfassende Orchestrierung sind Azure Data Factory oder AWS Glue hilfreich. Eigene Ingestion- und Integrations-Workflows erstellst du mit Python, Scala oder Java.

18. Wie entwickelst und deployst du Anwendungen auf Databricks? 

Ich schreibe Code in Notebooks oder einer externen IDE. Für lokales Entwickeln und Testen nutze ich Databricks Connect. Bereitstellung erfolgt paketiert über Databricks Jobs. Zur Automatisierung setze ich REST API oder Databricks CLI ein. Performance und Fehler analysiere ich mit Spark UI und Logs.

19. Was sind Best Practices fürs Performance-Tuning? 

Optimiere Spark-Konfigurationen passend zur Workload. Nutze DataFrames und Spark SQL für effiziente Verarbeitung. Cache häufig verwendete Daten, um Rechenzeit zu sparen. Partitioniere Daten, um Last gleichmäßig über Cluster zu verteilen. Überwache Jobs und identifiziere Engpässe früh.

20. Wie debugst du Probleme in Databricks-Anwendungen? 

Ich starte mit der Spark UI, um fehlschlagende Stages oder Tasks zu finden. Databricks-Logs liefern Fehlernachrichten und Stacktraces, falls die UI nicht reicht. Für gezielte Tests nutze ich Notebook-Zellen und stelle sicher, dass das Anwendungscode-Logging aussagekräftig ist.

Fortgeschrittene Databricks-Interviewfragen für 2026

Die Databricks-Plattform hat sich seit 2024 stark weiterentwickelt. Drei Themen tauchen in fortgeschrittenen Interviews nun regelmäßig auf:

  • Unity Catalog für Governance
  • Die Medallion-Architektur zur Datenorganisation
  • Delta Live Tables für deklaratives Pipeline-Management.

Für Senior-Rollen in 2026 kommt mindestens eine Frage aus diesem Abschnitt.

21. Was ist Unity Catalog und warum ist er in modernen Databricks-Umgebungen wichtig?

Unity Catalog ist die zentrale Governance-Schicht von Databricks für alle Daten- und KI-Assets. Sie ersetzt den Legacy Hive Metastore und bietet fein granulare Zugriffskontrollen bis auf Zeilen- und Spaltenebene, Workspace-übergreifendes Datenteilen, automatische Datenherkunft (Lineage) und ein einheitliches Audit-Log.

Praktisch ermöglicht Unity Catalog, Zugriffsrichtlinien für Hunderte Workspaces zentral zu verwalten – etwas, das der alte, pro Workspace getrennte Hive Metastore nicht leisten konnte.

22. Erkläre die Medallion-Architektur und wann du sie einsetzt.

Die Medallion-Architektur organisiert Delta-Lake-Tabellen in drei Zonen:

  • Bronze (roh ingestierte, unveränderte Daten)
  • Silver (bereinigte und harmonisierte Daten)
  • Gold (aggregierte, geschäftsreife Daten)

Du nutzt sie, wenn du eine verlässliche Audit-Historie brauchst – Bronze bewahrt die Quelle exakt. Silver übernimmt Deduplikation, Schema-Enforcement und Joins. Gold bedient BI-Tools und ML-Features. In den meisten produktiven Databricks-Setups, die ich gesehen habe, sorgt dieses Muster dafür, dass Datenqualitätsprobleme nachvollziehbar und neu verarbeitbar sind, ohne bei null zu starten.

23. Was sind Delta Live Tables (DLT) und wie unterscheiden sie sich von normalen Databricks Jobs?

Delta Live Tables ist ein deklaratives Framework für Datenpipelines. Anstatt imperativen Spark-Code zu schreiben, definierst du per SQL oder Python, was jede Tabelle enthalten soll. DLT ermittelt die Ausführungsreihenfolge, verwaltet Abhängigkeiten und kümmert sich automatisch um Retries. Anders als Standard-Jobs bietet DLT eingebaute Data-Quality-Expectations (über EXPECT), automatische Pipeline-Lineage und vereinfachtes Error-Handling. Besonders hilfreich ist DLT für Medallion-Pipelines, in denen Bronze-→Silver-→Gold-Transformationen von deklarativem Abhängigkeitsmanagement profitieren.

24. Was ist die Photon-Engine und wann verbessert sie die Performance?

Photon ist die native, vektorisierte Query-Engine von Databricks in C++. Sie läuft in der Databricks Runtime und beschleunigt SQL- und DataFrame-Workloads durch spaltenweise Batch-Verarbeitung. Sie wirkt besonders bei Scan-, Aggregations- und Join-lastigen Abfragen auf großen Parquet- oder Delta-Tabellen – typisch für BI-Dashboards und Feature Engineering. Python-lastige Workloads oder solche mit benutzerdefinierten UDFs profitieren weniger, da diese weiterhin auf der JVM laufen.

25. Warum würdest du Databricks statt Snowflake wählen (oder umgekehrt)?

Databricks punktet bei Open-Source-Compute (Spark, Delta, MLflow), KI- und ML-Workloads sowie beim Lakehouse-Modell für strukturierte und unstrukturierte Daten. Snowflake überzeugt bei SQL-first-Analytics, Multi-Cloud-Datensharing und der Einfachheit für BI-Teams.

Interviewer prüfen damit, ob du die strategische Positionierung der Plattform verstehst – nicht nur die Mechanik. Eine ausführliche Gegenüberstellung findest du in Databricks vs Snowflake.

Abschließende Gedanken 

Ich hoffe, dieser Guide hilft dir bei der Vorbereitung auf dein Databricks-Interview. Nichts ersetzt gute Vorbereitung und Praxis, daher empfehle ich die DataCamp-Kurse Databricks Concepts und Introduction to Databricks. Damit kannst du Databricks so verstehen und erklären, dass du im Interview überzeugst. Lies außerdem die Databricks-Dokumentation. Dokumentation zu lesen lohnt sich immer.

Hör dir auf dem Weg zum Interview die DataFramed-Podcastfolge an und lerne vom CTO von Databricks: How Databricks is Transforming Data Warehousing and AI. Es ist wichtig, von Branchenführern zu hören und am Puls zu bleiben – die Entwicklung ist rasant.

Viel Erfolg!

Databricks-Interview: Häufige Fragen

What is the best way to prepare for a Databricks interview?

Am besten bereitest du dich mit Hands-on-Erfahrung vor. Arbeite Databricks-Tutorials und -Dokus durch und übe das Aufsetzen und Managen von Clustern, das Erstellen von Datenpipelines und die Datenverarbeitung mit Spark. Ergänzend liefern Onlinekurse und Zertifizierungen, z. B. von DataCamp, einen strukturierten Lernweg und bestätigen deine Kompetenzen.

How important is it to understand Spark when interviewing for a Databricks role?

Da Databricks auf Apache Spark aufbaut, ist Spark-Kompetenz essenziell – etwa zu DataFrames, Spark SQL und Spark MLlib. Du solltest Daten transformieren, Abfragen ausführen und ML-Modelle in Databricks mit Spark bauen können.

What are some key topics to focus on for an advanced Databricks technical interview?

Du solltest Strategien zur Optimierung von Spark-Konfigurationen, zur effizienten Datenablage und -verarbeitung sowie zur performanten Jobausführung erläutern können. Ebenso wichtig: skalierbare, wartbare Workflows, fortgeschrittene Analytik und ML-Modelle sowie automatisierte Deployments mit CI/CD.

I have experience with AWS or Azure. How much of that knowledge is transferable?

Vieles ist übertragbar. Zwar hat Databricks eigene Features und Begriffe, aber grundlegende Cloud-Konzepte sind plattformübergreifend. Deine AWS- oder Azure-Erfahrung hilft dir, dich schneller in Databricks einzuarbeiten.

What should I do if the interviewer asks a question that I don't know the answer to?

Bleib ruhig, wenn du etwas nicht weißt. Stelle Rückfragen, nimm dir kurz Zeit und erkläre deinen Denkprozess. Nutze dein vorhandenes Wissen, um einen logischen Ansatz zu skizzieren oder zu erklären, wie du die Lösung finden würdest.


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Gus Frazer
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Lead BI Consultant - Power BI Certified | Azure Certified | ex-Microsoft | ex-Tableau | ex-Salesforce - Autor

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