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Gemini 3.1: Features, Benchmarks, Praxistests und mehr

Lerne Gemini 3.1 Pro kennen, Googles aktuelles Reasoning-Modell. Entdecke Features, Benchmarks, Praxistests und den Vergleich mit Claude Opus 4.6, Claude Sonnet 4.6 und GPT-5.2.
Aktualisiert 12. Mai 2026  · 11 Min. lesen

Das KI-Rennen im Februar 2026 war ungewöhnlich intensiv. Nachdem Anthropic Claude Opus 4.6 und Claude Sonnet 4.6 innerhalb von zwei Wochen veröffentlicht hatte, konterte Google mit Gemini 3.1 Pro.

Google bezeichnet dies als bedeutendes Release, vor allem weil Gemini 3.1 Pro seine Reasoning-Leistung gegenüber Gemini 3 Pro mehr als verdoppelt hat, gemessen am ARC-AGI-2-Benchmark, wo es eine verifizierte Punktzahl von 77,1% erreichte.

ARC-AGI-2 ist wichtig, weil hier neuartige Mustererkennung statt auswendig gelernter Fakten getestet wird. Der Benchmark ist so gestaltet, dass Modelle sich im klassischen Sinne nicht einfach zu einer hohen Punktzahl „hochtrainieren" können. Eine Verdopplung auf diesem Test ist daher aussagekräftiger als etwa auf MMLU. Wir gehen später noch genauer auf die Bedeutung dieses Ergebnisses ein und testen es sogar selbst.

Wenn du mehr über Googles KI-Ökosystem lernen willst, schau dir unsere Guides zu NotebookLM und Nano Banana 2 an sowie unser Gemini-CLI-Tutorial. Außerdem lohnt sich unser Guide zu einem der stärksten Gemini-Konkurrenten, OpenAIs GPT-5.4.

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Was ist Gemini 3.1 Pro?

Gemini 3.1 Pro ist Googles neuestes Flaggschiffmodell und wurde am 19. Februar 2026 als Preview veröffentlicht. Erstmals verwendet Google dabei ein „.1"-Minor-Update (frühere Zwischenreleases nutzten „.5") – ein Signal für ein fokussiertes Intelligenz-Upgrade statt einer breiten Feature-Erweiterung. Das ist logisch, denn Gemini 3 war bereits ein großer Wurf mit neuer multimodaler Architektur.

Laut Googles Launch-Post wurde die Intelligenz, die Deep Thinks jüngste wissenschaftliche Durchbrüche ermöglicht hat – darunter die Widerlegung einer jahrzehntealten mathematischen Vermutung –, nun in 3.1 Pro für den Alltag nutzbar gemacht.

Deep Think war technisch bereits verfügbar, allerdings nur mit einem Ultra-Abo. Google wird sagen, das Ziel sei immer gewesen, diese Reasoning-Fähigkeiten in großem Maßstab in den Alltag zu bringen – doch erst mit Gemini 3.1 wirkt es so, als würden sie dieses Versprechen einlösen. Vielleicht hat Google festgestellt, dass 249 $/Monat für Ultra für viele zu hoch waren.

Gemini 3.1 ARC-AGI 2 Scores

Was ist neu in Gemini 3.1 Pro?

Das sind die wichtigsten Verbesserungen in diesem Release:

Deutlich stärkeres Reasoning

Wie eingangs erwähnt, hat sich vor allem das abstrakte und mehrschrittige Reasoning verbessert. Die Leistung von Gemini 3.1 im ARC-AGI-2 hat sich gegenüber Gemini 3 Pro in rund drei Monaten mehr als verdoppelt.

Über ARC-AGI-2 hinaus erzielte das Modell die bislang höchste Punktzahl auf GPQA Diamond, einem Benchmark auf Master-Niveau in den Naturwissenschaften.

Gemini 3.1 Pro nutzt durchgängig „dynamisches Denken": Es setzt je nach Aufgabenkomplexität automatisch Chain-of-Thought-Reasoning ein.

Die API hat einen neuen thinking_level-Parameter mit vier Stufen eingeführt: low, medium (neu in 3.1), high und max – damit gibt es nun einen Mittelweg zwischen Tempo und Tiefe.

Deutlich bessere agentische Leistung

Eines der klaren Muster in diesem Release ist der große Sprung bei agentischen Benchmarks. Das Modell schneidet bei autonomer Webrecherche, langwierigen mehrschrittigen Aufgaben und Terminal-Coding deutlich besser ab als sein Vorgänger.

Für alle, die Workflows bauen, in denen das Modell weitgehend eigenständig agiert (Debugging, Webrecherche, Datensammlung), sind diese Verbesserungen in der Praxis relevant.

Die agentische Performance hat sich gegenüber Gemini 3 Pro in manchen Kategorien ungefähr verdoppelt und liegt nun bei den meisten dieser Benchmarks vor GPT-5.2 und Claude.

Codebasierte, animierte Ausgaben

Das hat meine Aufmerksamkeit geweckt. Google hebt hervor, dass Gemini 3.1 Pro animierte SVGs und interaktive Dashboards ausschließlich über Code generieren kann. Da es sich um mathematische Definitionen statt gerenderter Bilder handelt, skalieren sie verlustfrei und sind deutlich kleiner als Videodateien.

Die Beispiele aus dem Launch sind beeindruckend: eine Portfolio-Website, inspiriert von den Themen aus Wuthering Heights, ein Live-Luft- und Raumfahrt-Dashboard mit ISS-Telemetrie und eine 3D-Starenschwarm-Animation mit Hand-Tracking und generativem Audioscore.

Das sind Codeausgaben, keine Bilder – also editierbar, einbettbar und leichtgewichtig.

Abgeschnittene Ausgaben endlich behoben

Weniger spektakulär, aber für alle mit Gemini 3 Pro in Produktion wahrscheinlich relevanter: Ein wiederkehrendes Problem des Vorgängers war, dass längere Antworten mitten in der Generierung abbrachen.

Berichte nach dem Launch deuten darauf hin, dass 3.1 Pro dieses Problem behebt. Ein Nutzer meldete eine sehr umfangreiche Ausgabe in einem Durchlauf – ohne Abbruch.

Auch JetBrains bestätigte echte Qualitätsverbesserungen: „zuverlässigere Ergebnisse" bei „weniger benötigten Output-Tokens". Diese Effizienz, kombiniert mit keinen Abbrüchen, macht bei Longform-Generierung einen Unterschied.

Gemini 3.1 Pro Benchmarks

Google zeigt, dass Gemini 3.1 Pro bei 13 von 16 der wichtigsten Benchmarks führt – darunter abstraktes Reasoning, agentische Aufgaben und Wissenschaft auf Master-Niveau. (Gemini 3 Pro lag bei einigen davon ohnehin schon vorn.)

So schneidet das neue Modell im Vergleich zu den anderen großen Releases im Februar 2026 ab.

Gemini 3.1 Benchmarks

Wie du siehst – und wie bereits erwähnt – ist das Ergebnis beim abstrakten Reasoning am auffälligsten. Gemini 3.1 Pro liegt deutlich vor Opus 4.6, das wiederum klar vor GPT-5.2 liegt. Das ist ein echter Wandel gegenüber dem Stand der Spitzenmodelle vor einem Jahr.

Wo Claude noch im Vorteil ist

Um das klar zu sagen – man lässt sich leicht von großen Zahlen blenden. Claude-Modelle führen in einigen wichtigen Bereichen tatsächlich:

  • Praxisnahe Softwareentwicklung: Opus 4.6 gewinnt knapp auf SWE-bench Verified. (Beinahe Gleichstand, aber Anthropic holt die Flagge.)
  • Tool-gestütztes Reasoning: Opus 4.6 schlägt Gemini 3.1 Pro, wenn beide externe Tools nutzen dürfen – deutet auf stärkere Tool-Integration hin.
  • Wissensintensive Arbeit: Sonnet 4.6 liegt auf GDPval-AA deutlich vorn – dieser Benchmark misst wirtschaftlich wertvolle Aufgaben wie Finanzmodellierung und Research. Diese Lücke ist beachtenswert.
  • Computerbedienung per GUI: Hier führt Claude klar; ein veröffentlichtes Gemini-Pendant fehlt.

Das ehrliche Bild: Gemini 3.1 Pro ist derzeit das beste Modell für abstraktes Reasoning, wissenschaftliches Wissen und multimodale Breite. Claude bleibt vorn bei Wissensarbeit, Tool-Orchestrierung und der Bedienung von Software über grafische Oberflächen.

Gemini 3.1 Pro im Test

Um zu sehen, wie sich die Verbesserungen auf reales Reasoning auswirken, habe ich drei Tests durchgeführt, die unterschiedliche Aspekte abstrakten Denkens prüfen:

Test 1: Ein Symbolfolgen-Rätsel

Um ARC-AGI-2-ähnliches Reasoning zu prüfen, nutzten wir ein einfaches Regelableitungsrätsel. Das Modell muss aus Beispielen sowohl eine Farb- als auch eine Formregel ableiten, ohne dass die Regeln explizit genannt werden.

Hier ist mein Prompt:

You are shown these transformations:

- [Red Circle] → [Blue Triangle]
- [Blue Square] → [Red Circle]
- [Red Square] → [Blue Circle]
- [Blue Triangle] → ?

Gemini 3.1 Pro antwortete korrekt mit [Red Square]. Das Modell erkannte beide Regeln unabhängig: Farben toggeln (Red ↔ Blue) und Formen zyklieren (Square → Circle → Triangle → Square). Anschließend verfolgte es die Logik Schritt für Schritt: Aus Blue Triangle wird Red (Farb-Toggle) und Square (nächste Form im Zyklus) – genau die Art von kompositionellem Reasoning, die dieser Test abfragt.

Test 2: Die getarnte Folge

Dieser Test prüft Hypotheseneliminierung über mehrere Ebenen. Wir geben dem Modell zwei Folgen und bitten es, die erste zu identifizieren (Partitionszahlen aus der OEIS) und die zwei Transformationen zu bestimmen, die zur zweiten führten.

Here are two sequences. The second was derived from the first in two separate steps. 
Identify the named mathematical sequence that Sequence A belongs to, and work out 
both transformations that were applied to produce Sequence B.

Sequence A: 1, 1, 2, 3, 5, 7, 11, 15, 22, 30, 42, 56, 77
Sequence B: 2, 3, 5, 8, 3, 9, 8, 1, 7, 9, 8, 7

Explain your reasoning step by step.

Gemini 3.1 Pro identifizierte Folge A korrekt als Partitionszahlen (A000041) und erklärte, was Partitionszahlen in der Zahlentheorie bedeuten. Anschließend arbeitete es systematisch beide Transformationen heraus: zuerst die Summe benachbarter Paare zur Erzeugung einer Zwischenfolge, dann die Berechnung der Ziffernwurzel jedes Ergebnisses. Das Modell prüfte jeden Schritt gegen Folge B und zeigte die vollständige Denkkette von der Ursprungsfolge bis zur finalen Ausgabe.

Test 3: Das defekte Uhrennetz

Dieser Test zielt auf Konsistenzprüfung unter Nebenbedingungen. Sechs Uhren sind vernetzt, jede wendet einen festen 20-Minuten-Versatz an. Eine Uhr ist defekt. Das Modell muss beide Pfade durch das Netzwerk nachverfolgen und den Widerspruch finden.

Hier ist der verwendete Prompt:

Six clocks (A, B, C, D, E, and F) are connected in a network. Each clock applies 
a fixed offset to the time it receives. A is the root and shows 12:00. You observe:

- B receives from A and shows 12:20
- C receives from A and shows 11:40
- D receives from B and shows 12:40
- E receives from C and shows 11:00
- F receives from both D and E and shows 13:00

There is exactly one broken clock in the network. Based on the pattern of offsets, 
identify which clock is broken, and give two possible answers for what it should 
actually show (one for each path through the network).

Explain your reasoning step by step.

Gemini 3.1 Pro identifizierte korrekt F als defekte Uhr und leitete zwei mögliche Werte dafür ab: 13:00 über den Pfad von D und 10:00 über den Pfad von E. Das Modell behandelte den rechten Pfad als konstante +20 Minuten und den linken als arithmetische Folge von −20, −40, dann −60 Minuten.

Praxiseindruck mit Gemini 3.1 Pro

Abseits abstrakter Reasoning-Tests wollte ich sehen, wie das Modell praktische Aufgaben meistert, die seine neuen Funktionen zeigen.

Animierte SVG-Generierung

Google hat beim Launch stark auf codebasierte Visualausgaben abgehoben, also habe ich direkt mit einem einfachen Briefing ohne Vorlage getestet.

Hier ist der verwendete Prompt:

Create an animated SVG loading spinner with three bouncing dots. Make it smooth, 
professional, and suitable for embedding on a website. Output only the SVG code.

Gemini 3.1 Pro lieferte sauberen SVG-Code mit CSS-Animationen. Das Ergebnis war ein funktionierender Drei-Punkte-Loader mit versetzten Sprungtimings – genau wie gewünscht. Er renderte im Browser direkt korrekt, ohne Nacharbeit. Die Dateigröße war winzig und dank vektorbasiertem Code skaliert er in jede Größe ohne Qualitätsverlust.

Das ist eine dieser Funktionen, die in Pressemeldungen wie Spielerei klingen, sich aber als sehr praktisch erweisen. Leichte, einbettbare, unendlich skalierbare Animationsgrafiken aus einem Textprompt sind ein starkes Tool für Frontend-Prototyping oder schnelle Visual-Assets.

Wie kann ich auf Gemini 3.1 Pro zugreifen?

Gemini 3.1 Pro ist derzeit als Preview verfügbar. Google sagt, dass die allgemeine Verfügbarkeit bald folgt – nach Feedback-Runden und weiteren Verbesserungen bei agentischen Workflows.

Das sind die wichtigsten Zugriffsoptionen:

Gemini CLI

Die Gemini CLI ist ein Open-Source-Terminal-Agent, der dem Modell direkten Zugriff auf deine lokale Umgebung gibt. Installiere sie mit folgendem Code:

npm install -g @google/gemini-cli
# Or run directly: npx @google/gemini-cli

Die CLI nutzt eine ReAct-Schleife – sie kann Code schreiben, ausführen, Fehler lesen, Probleme beheben und eigenständig iterieren. Mit der verbesserten Terminal-Coding-Performance von 3.1 Pro ist dieser Loop spürbar zuverlässiger. Im Free-Tier bekommst du 60 Anfragen pro Minute und 1.000 pro Tag.

Gemini API

Die Gemini API gibt Entwicklern programmatischen Zugriff auf Gemini 3.1 Pro.

gemini 3.1 api

Die Modell-ID, die du brauchst: gemini-3.1-pro-preview

Hier ist etwas Python-Startercode:

from google import genai

client = genai.Client()
response = client.models.generate_content(
    model="gemini-3.1-pro-preview",
    contents="Your prompt here"
)
print(response.text)

Die Preise entsprechen Gemini 3 Pro Preview.

Kontextgröße

Input (pro 1 Mio. Tokens)

Output (pro 1 Mio. Tokens)

≤200K Tokens

$2.00

$12.00

>200K Tokens

$4.00

$18.00

Der Parameter thinking_level akzeptiert low, medium, high oder max. Unterstützte Tools umfassen Google Search, URL-Kontext, Codeausführung und Dateisuche. Die Details zum Kontextfenster bespreche ich im Vergleich unten.

NotebookLM

NotebookLM wird für Google AI Pro- und Ultra-Abonnenten jetzt von Gemini 3.1 Pro angetrieben. NotebookLM antwortet nur auf Basis der von dir hochgeladenen Dokumente – sehr nützlich, wenn das Modell eng an bestimmtem Material bleiben soll.

Zugang für Endnutzer

Google rollt Gemini 3.1 Pro schrittweise in seinen Consumer- und Entwicklerprodukten aus, hat aber keine einfache Zuordnung „Plan X = Modell Y" veröffentlicht. Praktisch wirst du 3.1 Pro in der Gemini-App und der API sehen, sobald es ausgerollt wird; AI Ultra bietet dabei den breitesten Zugriff.

Plan

Monatspreis (US)

Leistungen rund um Gemini

Free

$0

Gemini 3 Flash in der Gemini-App, eingeschränkte Funktionen

Google AI Pro

$19.99

Höhere Limits und Zugriff auf Gemini-Pro-Modelle in der Gemini-App

Google AI Ultra

$249.99 (oft auf $124.99 für die ersten 3 Monate rabattiert)

Höchste Limits, Deep Think Mode und Zugriff auf Googles neueste KI-Features über Produkte hinweg

Gemini 3.1 Pro vs. Claude-Modelle

Die Releases von Google und Anthropic im Februar 2026 erzeugen spannende Trade-offs. Es gibt nicht die eine, klare Nummer eins. Die richtige Wahl hängt stark davon ab, was du baust.

Die Preisdifferenz ist beachtlich. Gemini 3.1 Pro ist bei Input und Output deutlich günstiger als Claude Opus 4.6. Wenn du hohe API-Volumina fährst, ist das kein kleiner Faktor.

Wähle Gemini 3.1 Pro, wenn:

  • Abstraktes Reasoning und wissenschaftliche Analysen Priorität haben
  • Du robuste, native Multimodalität mit Video und Audio im selben Modell brauchst
  • Du das volle 1M-Kontextfenster in stabiler, nicht-beta Form nutzen willst
  • Kosteneffizienz zählt – besonders im großen Maßstab

Wähle Claude Opus 4.6, wenn:

  • Du die vollen 128K Output-Tokens brauchst (Gemini deckelt bei 64K)
  • Multi-Agent-Orchestrierung zentral ist (Agent Teams ist ein echter Differenzierer)
  • Computerbedienung via GUI wichtig ist
  • Du wissensintensive Arbeit mit hoher Research-Qualität machst

Wähle Claude Sonnet 4.6, wenn:

  • Wissensarbeit, Dokumentanalyse oder Finanzanalyse die Hauptaufgaben sind
  • Du nahezu Flaggschiff-Leistung zu einem niedrigeren Preis willst
  • Du bereits Anthropic-Tools nutzt und Sonnet dein Standard ist

Use Cases für Gemini 3.1 Pro

Basierend auf Benchmarks und Praxistests sind das die Bereiche, in denen Gemini 3.1 Pro besonders gut passt:

  • Wissenschaftliche Forschung und Analyse: Starke GPQA-Diamond-Leistung plus 1M-Kontext macht Literaturübersichten, Hypothesengenerierung und das Syntheseziehen über mehrere Papers praktikabel.
  • Autonome Research-Agents: Verbesserte agentische Benchmarks zahlen auf reale Mehrschrittaufgaben ein – Informationen aus mehreren Quellen sammeln, Fakten prüfen, strukturierte Reports mit minimaler Aufsicht erstellen.
  • Codebase-Analyse und Refactoring: Großes Kontextfenster plus besseres Reasoning für Aufgaben wie das Aufdecken architektonischer Inkonsistenzen über Module hinweg oder das Nachverfolgen von Bugs über mehrere Dateien.
  • Multimodale Inhaltsanalyse: Native Video- und Audio-Unterstützung ermöglicht die Analyse aufgezeichneter Meetings, das Extrahieren von Insights aus Vorlesungsvideos oder die Verarbeitung von Podcasts ohne Vorverarbeitung.
  • Kostensensitive Produktiv-Deployments: Bei ungefähr halben Kosten gegenüber Claude Opus 4.6 lohnt es sich für hohes Inferenz-Volumen, wenn Reasoning-Qualität zählt, das Budget aber begrenzt ist.
  • Prototyping und Visual-Assets: Codebasierte, animierte Ausgaben erzeugen Loading-Spinner, animierte Charts oder interaktive Dashboards aus Textprompts, die du direkt einbetten kannst.

Fazit

Gemini 3.1 Pro zeigt, wohin die Reise geht: weniger neue Eingabetypen, mehr Fokus auf besseres Reasoning, verlässlichere Agents und längere Kontexte. Auch wenn es „nur" ein .1-Release ist, lassen die Benchmark-Sprünge und die Verbindung zu Deep Think es wie einen größeren Schritt in der Denkfähigkeit dieser Systeme wirken.

Für Teams, die echte Produkte bauen, gibt es kein einzelnes „bestes" Modell. Gemini 3.1 Pro eignet sich gut für wissenschaftliches Reasoning, Research-Agents und die Analyse großer Codebasen – auch mit Blick auf Preis und Videounterstützung. Claude ist weiterhin besser für Wissensarbeit und GUI-basierte Computerbedienung, und GPT-5.3-Codex gewinnt noch bei manchen Coding-Tests.

Spannend wird, was beim Ende der Preview passiert. Google arbeitet vor dem GA-Release an Agent-Verbesserungen. Wenn diese zusammen mit den aktuellen Reasoning-Upgrades kommen, schrumpft die Lücke zwischen Forschungsmodellen wie Deep Think und Alltagsmodellen. Bis dahin ist es sinnvoll, verschiedene Modelle zu testen und Systeme so zu bauen, dass sie die Stärken jedes Modells nutzen.

Um mit Googles KI-Tools zu starten, sieh dir unseren Kurs Introduction to Google Gemini an. Für die Arbeit mit der API in Python deckt unser Tutorial Working with the Gemini API die Essentials ab.


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Author
Khalid Abdelaty
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Ich bin Dateningenieur und Community-Builder und arbeite mit Datenpipelines, Cloud- und KI-Tools. Außerdem schreibe ich praktische, super nützliche Tutorials für DataCamp und angehende Entwickler.

Gemini 3.1 FAQs

Ist Gemini 3.1 Pro kostenlos nutzbar?

Du kannst es kostenlos über Google AI Studio mit Tageskontingenten testen. Für den Produktiveinsatz brauchst du einen kostenpflichtigen Plan. Google AI Pro kostet $19.99/Monat, Google AI Ultra $249.99/Monat (häufig für die ersten 3 Monate auf $124.99 rabattiert). Die kostenlose Gemini-App nutzt standardmäßig Gemini 3 Flash, nicht 3.1 Pro.

Was ist der Unterschied zwischen Gemini 3.1 Pro und Deep Think?

Deep Think ist die Laborvariante: langsamer, teurer, aber mit höheren Werten bei Reasoning-Benchmarks. Gemini 3.1 Pro übernimmt dieselben Intelligenz-Upgrades und macht sie schnell und bezahlbar für den Alltag. Denk daran als produktionsreife Version derselben Kerntechnologie.

Versteht es wirklich Video oder extrahiert es nur Frames?

Gemini 3.1 Pro ist nativ multimodal und kann Video zusammen mit Text, Bildern und Audio als Input verarbeiten. In der Praxis kannst du eine Aufnahme hochladen und Fragen dazu stellen – sowohl zum Gesagten als auch zum Gezeigten. Konkurrenzmodelle sind in der Breite der Video-Funktionen für Endnutzer bislang stärker eingeschränkt.

Wie vergleicht sich das 1M-Kontextfenster mit dem von Claude?

Wie im Vergleichsteil erwähnt: Das 1M-Fenster von Gemini ist stabil und produktionsreif, während das von Claude derzeit in Beta ist. Der maximale Output pro Anfrage liegt bei 64K Tokens.

Wann endet die Preview?

Google hat kein Datum gesetzt, aber angekündigt, vor dem GA-Release an agentischen Verbesserungen zu arbeiten. Nach bisherigen Mustern dauern Preview-Phasen meist einige Monate.

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