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Ein professioneller Lebenslauf ist das Herzstück jeder Bewerbung — Data Science bildet da keine Ausnahme. Die meisten Unternehmen verlangen einen Lebenslauf, wenn du dich auf eine offene Data-Science-Stelle bewirbst. Oft ist er sogar die erste Stufe, mit der Recruiter Bewerbungen vorsortieren. Deshalb hat ein herausragender Data-Science-Lebenslauf (also eine kurze schriftliche Darstellung deiner persönlichen, schulischen und beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen) großen Einfluss darauf, ob du deinen Traumjob bekommst.
Im Rahmen der DataCamp Radar Conference haben wir eine Session mit Jen Bricker, Head of Career Services bei DataCamp, dazu veranstaltet, wie du mit deinem Data-Science-Lebenslauf punktest. Sie stellte die wichtigsten Strategien vor, um den Data-Science-Lebenslauf zu meistern, erklärte, wie du mit dem Lebenslauf einen starken ersten Eindruck bei Recruitern hinterlässt, wie du automatisierte Applicant-Tracking-Systeme überlistest, welches Format sich für Data-Science-Lebensläufe eignet und wie du technische Expertise und Berufserfahrung optimal hervorhebst — und mehr.
In diesem Beitrag findest du die wichtigsten Erkenntnisse aus Jens Session zusammengefasst.
Die erste Hürde für deinen Data-Science-Lebenslauf ist häufig ein Applicant-Tracking-System (ATS). Unternehmen aller Größen und Branchen nutzen solche Systeme, um Kandidatinnen und Kandidaten auszufiltern, die die Anforderungen nicht erfüllen.
„60% bis 70% der Bewerbungen werden aus dem Rennen genommen, bevor überhaupt ein Mensch einen Blick darauf wirft.“ — Jen Bricker, Head of Career Services bei DataCamp
Wie schlägst du ein ATS? Vor allem, indem du deinen Lebenslauf schlicht hältst. Denk daran: Zuerst liest ein System, nicht ein Mensch. Du musst also nicht „überzeugen“, sondern das Risiko minimieren, dass das ATS an Formatierung oder Inhalten scheitert.
„Du brauchst kein hübsches, sondern ein wirksames Layout.“ — Jen Bricker, Head of Career Services bei DataCamp
Hier ein paar Punkte, die du beim Format deines Data-Science-Lebenslaufs beachten solltest:
- Verwende eine einspaltige Vorlage.
- Übernimm so viele relevante Keywords aus der Stellenanzeige wie möglich.
- Keine Diagramme, keine Hintergrundgrafiken oder Bilder.
- Beschränke dich auf 1 Seite (maximal 2 Seiten).
- Nutze eine schlichte Schriftart.
- Füge Hyperlinks ein statt langer URLs.
- Keine Skalen oder Erklärungen zu Kompetenzstufen (Intermediate, Advanced etc.).
Die besten Lebenslauf-Beispiele
Um Theorie greifbar zu machen, zeigte Bricker mehrere gut ausgearbeitete Data-Science-Lebensläufe. Die Beispiele sollten zwei häufige Bewerberprofile illustrieren: eine erfahrene Fachkraft im Quereinstieg in Data Science und eine Absolventin bzw. ein Absolvent mit wenig Berufserfahrung.
Lebensläufe für den Karrierewechsel
Trifft Ersteres auf dich zu, platziere deine stärksten Kompetenzen ganz oben — zusammen mit einem prägnanten Summary, das dein Ziel und den Grund für den Wechsel erklärt. „Heb die Kompetenzen und Branchenkenntnisse hervor, die du aus früheren Stationen mitbringst.“ Im Anschluss folgen Ausbildung und Weiterbildungen, einschließlich aller datenbezogenen Kurse, Zertifikate oder Trainings, die du absolviert hast.
Frühere Berufserfahrung gehört ans Ende deines Lebenslaufs. Markiere dort alle Aufgaben und Verantwortlichkeiten mit Datenbezug. Nicht zwingend, aber immer hilfreich: ein paar Data-Science-Portfolio-Projekte.

Beispiel: Lebenslauf für den Karrierewechsel
Lebensläufe für Berufseinsteiger
Bist du dagegen frisch mit dem Studium fertig, ändert sich die Reihenfolge der Abschnitte etwas. Weil du noch nicht auf viel Erfahrung zurückgreifen kannst, werden deine Kompetenzen und Portfolio-Projekte deutlich wichtiger.
Ebenso gewinnen Ausbildung und Zertifizierungen an Bedeutung, weil sie deine Kompetenzen belegen. Ans Ende gehört eine Rubrik zu deiner Berufserfahrung. Auch wenn du noch nicht mit Daten gearbeitet hast: Praktika oder Werkstudentenjobs zeigen, dass du bereits erste Praxiserfahrung gesammelt hast.

Beispiel: Lebenslauf für Absolventinnen und Absolventen
Best Practices für starke Data-Science-Lebensläufe
Genauso wichtig wie die Reihenfolge ist der Inhalt der einzelnen Abschnitte. Da ein Lebenslauf nicht länger als eine Seite sein sollte, musst du Inhalte priorisieren. Wie? Bricker betont: Passe deinen Lebenslauf an die Rolle an.
„Konzentriere dich auf die Kompetenzen und Erfahrungen, die am besten zu den Rollen passen, auf die du dich bewirbst.“ — Jen Bricker, Head of Career Services bei DataCamp
Bei der Rubrik Berufserfahrung ist die Formulierung entscheidend. Eine gute Strategie ist, frühere Erfahrungen mit PAR-Aussagen (Problem, Action, Results) zu beschreiben, so Brickers Empfehlung.
„Statt auf Aufgaben zu fokussieren, formuliere so, dass deine Erfolge in früheren Rollen klar werden.“ — Jen Bricker, Head of Career Services bei DataCamp
So betonst du deine Leistungen: Beginne jede Aussage mit einem starken Tätigkeitsverb und quantifiziere deine Ergebnisse.

Beispiel für eine PAR-Aussage
Ein weiterer entscheidender Punkt: Individualisiere Lebenslauf und Anschreiben für jede Bewerbung.
„Personalisierung ist der Schlüssel, um ein ATS zu schlagen und vor Recruiter zu kommen.“ — Jen Bricker, Head of Career Services bei DataCamp
Mit einem maßgeschneiderten Lebenslauf erhöhst du nicht nur deine Chancen, in die nächste Runde zu kommen. Du zeigst auch echtes Interesse an Position und Unternehmen — ein Pluspunkt im Interview.
Hier ein paar Tipps für einen maßgeschneiderten Lebenslauf:
- Nutze Keywords und Formulierungen aus der Stellenanzeige, besonders in deinem Ziel- oder Summary-Statement.
- Das Summary sollte herausstellen, warum du für genau diese Rolle die beste Wahl bist.
- Unternehmen interessiert, was du für sie leistest — nicht, was du dir von der Rolle erhoffst.
- Zeige nur die technischen Kompetenzen, die für die Position relevant sind.
Wenn du dir alles von Jen ansehen möchtest, kannst du die komplette Session ansehen. Schau dir auch andere Radar-Sessions an, die dich interessieren könnten.
